„Ein Recht gestehe ich keinem Menschen zu: das auf Gleichgültigkeit.“ Eli Wiesel

Stolpersteine

Das Kunstprojekt von Gunter Demnig existiert seit 1992. Seitdem hat er in Europa fast 80.000 Stolpersteine für alle Opfer des Nationalsozialismus verlegt.

In Düsseldorf werden die Betreuung der Verlegung und alles Organisatorische von den Mitarbeiterinnen der Mahn- und Gedenkstätte bzw. des Förderkreises, Hildegard Jakobs und Astrid Hirsch-von Borries, übernommen. Darunter fallen z.B. die historische Recherche und die spätere Koordination der Verlegung. Nach jetzigem Stand (Dezember 2021) liegen auf dem gesamten Stadtgebiet 372 Stolpersteine.



Stolperstein/Stadtspaziergänge von April bis Oktober 2024

Jedes Jahr bieten wir zwischen April und Oktober verschiedene und kostenlose Stolperstein/Stadtspaziergänge an.

Nächste Termine:

STOLPERSTEIN/STADTSPAZIERGANG DURCH HOLTHAUSEN [PREMIERE]

Sonntag, 21. Juli um 14 Uhr, Treffpunkt: Haltestelle Holthausen U

Auf einem Spaziergang rund um den Kamper Acker im Zentrum des Stadtteils gehen wir den Spuren der NS-Zeit in Holthausen nach:
Wie sah es hier in den 1920er- und 30er-Jahren aus? Was veränderte sich ab 1933? Wie beeinflusste das NS-Regime das Leben der Holthausener:innen?
Wie waren ortsansässige Firmen in den Nationalsozialismus verstrickt?
Anhand von Holthausener Familienbiografien werden wir uns mit Diskriminierung und Verfolgung im Stadtteil beschäftigen und an einigen wichtigen historischen Orten Station machen.
Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Haltestelle Holthausen U. Die Teilnahme am Rundgang ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.


„DIE MEDIZINISCHE AKADEMIE UND DIE STÄDTISCHEN KRANKENANSTALTEN IM NATIONALSOZIALISMUS – EINE SPURENSUCHE“ [PREMIERE]

Sonntag, 28. Juli um 14 Uhr, Treffpunkt: Haltestelle Unikliniken

Wir begeben uns auf Spurensuche auf dem Campus der Heinrich-Heine-Universität und nehmen die Vorgängerinstitutionen der Universität und Unikliniken in den Fokus.
Die Städtischen Krankenanstalten und die Medizinische Akademie Düsseldorf blieben vom Nationalsozialismus nicht unberührt.
Wer waren die jüdischen Ärzt:innen und Studierenden? Welche Rolle spielte die Medizin und die Düsseldorfer Fakultät im NS?
Wir blicken auf Täter:innenschaft Düsseldorfer Mediziner:innen und schauen uns die Aufarbeitung in der Nachkriegszeit an.
Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Haltestelle Unikliniken. Die Teilnahme am Rundgang ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.


Überblick über das Angebot April bis Oktober 2024

Stolpersteine finden

Stolpersteine in Düsseldorf suchen

Zu allen in Düsseldorf verlegten Stolpersteinen werden kleine biografische Texte erstellt. Sie finden diese Biografien, wenn Sie auf den Link “Stolpersteine finden” klicken. Mithilfe eines interaktiven Stadtplans können Sie die Positionen der Stolpersteine und die Lebensgeschichten der Personen oder Familien auffinden. Das Angebot entstand in Zusammenarbeit der Mahn- und Gedenkstätte mit dem Vermessungs- und Katasteramtes der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Bei den biografischen Texten wurde auf Fußnoten oder genaue Quellenangaben verzichtet, um den Charakter eines Gedenkbuchs nicht zu stören. In der Regel wurden für die Texte die biografische Sammlung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf ausgewertet, d.h. Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Briefnachlässe, familienbezogene Quellen und Dokumente. Des Weiteren wurden Geburts- und Sterbeurkunden im Stadtarchiv Düsseldorf gesichtet sowie Hausbucheinträge, Adressbücher, Emigration- und Verfolgungsdokumente, die beispielsweise in den Arolsen Archives verfügbar sind. Auch diverse Datenbanken von Yad Vashem, dem United States Holocaust Memorial Museum und dem Bundesarchiv, um nur einige zu nennen, sind in die Recherche eingeflossen. Auch genealogische Datenbänke auf ancestry.de waren zudem für die Recherche hilfreich.

Bei Interesse an Vermittlungsangeboten im Kontext der Düsseldorfer Stolpersteine wenden Sie sich bitte an unsere Bildungsabteilung.


Stolpersteine finden

Stolperstein Patenschaft

→ Wer kann eine Patenschaft übernehmen?

Eine Stolpersteinpatenschaft kann grundsätzlich von jedem übernommen werden. Ob es Familienangehörige, Einzelpersonen, Hausgemeinschaften oder Schulklassen sind, spielt keine Rolle. Der wichtige Gedanke dahinter ist die Auseinandersetzung mit der Lebensgeschichte einer Person, denn wie es bereits im Talmud heißt: „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“.

Die Patenschaft für einen Stolperstein kostet derzeit 120 Euro. Das ist der Preis, den der Künstler Gunter Demnig berechnet. Die Betreuung durch die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf ist für die Patinnen und Paten gratis.
Wenn Sie gerne eine Patenschaft übernehmen möchten, kontaktieren Sie uns. Die Anfragen werden von uns in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet.

STOLPERSTEIN/STADTSPAZIERGANG DURCH HOLTHAUSEN [PREMIERE]
Sonntag, 21. Juli um 14 Uhr, Treffpunkt: Haltestelle Holthausen U

Auf einem Spaziergang rund um den Kamper Acker im Zentrum des Stadtteils gehen wir den Spuren der NS-Zeit in Holthausen nach:

Wie sah es hier in den 1920er- und 30er-Jahren aus? Was veränderte sich ab 1933? Wie beeinflusste das NS-Regime das Leben der Holthausener:innen?
Wie waren ortsansässige Firmen in den Nationalsozialismus verstrickt?

Anhand von Holthausener Familienbiografien werden wir uns mit Diskriminierung und Verfolgung im Stadtteil beschäftigen und an einigen wichtigen historischen Orten Station machen.
Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Haltestelle Holthausen U. Die Teilnahme am Rundgang ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.