“Wir müssen für die
                   Freiheit planen
und nicht für die          
Sicherheit.“ Karl Popper

bewahren

Unsere Sammlung

Das Archiv der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf ist Ausgangspunkt vieler Bereiche unserer Arbeit. Viele Sonderausstellungen, Bildungskonzepte oder Veranstaltungen funktionieren nicht ohne unsere vielfältigen Sammlungsgegenstände und Fotos. Durch die diversen Lebensgeschichten, Familienfotos und Dokumente werden historische Themen und Erzählungen erst anschaulich. Würdiges Gedenken und verstehendes Lernen können wir nur mit unseren Sammlungsbeständen gestalten. Wir danken allen sehr herzlich, die uns mit ihren persönlichen Erinnerungen, Fotos und Dokumenten beschenkt haben und noch in Zukunft beschenken!

Hildegard Jakobs Stellvertretende Leiterin, Leitung Archiv, Forschung Tel.: 0211 89 96208 hildegard.jakobs@duesseldorf.de
Immo Schatzschneider Wissenschaftlicher Mitarbeiter Archiv, Forschung Tel.: 0211 89 98 174 immo.schatzschneider@duesseldorf.de
Hildegard Jakobs
Immo Schatzschneider

Opfergruppen, Ereignisse und offene Fragen

Die gesamte Geschichte in den Blick nehmen

Seit dem Bestehen der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf ist uns die kontinuierliche Forschung ein wichtiges Anliegen. So wurde beispielsweise in den frühen Jahren zu kleineren oder noch nicht erforschten Opfergruppen in Düsseldorf umfassend recherchiert. Auch zu besonderen Ereignissen wurden vertiefende Studien durchgeführt. Einige Beispiele: Mit einem großen Forscher:innenteam wurden alle Facetten und Aspekte des sogenannten Novemberpogroms vom 9. November 1938 beleuchtet.

Unter der Leitung von Dr. Bastian Fleermann wurde von 2014 bis 2018 ein vertiefendes Forschungsprojekt zur Geschichte der Kriminalpolizeileitstelle Düsseldorf durchgeführt.
Zurzeit forscht Dr. Andrea Ditchen zu den Ereignissen und den verschiedenen Akteuren der Befreiung Düsseldorfs im April 1945.
Unser Mitarbeiter Jona Winstroth forscht gerade zur Opfergruppe der Düsseldorfer Sinti. Über die Ergebnisse unserer laufenden Projekte werden Sie nach Abschluss hier informiert.

Den Menschen folgen

Ein Forschungsprojekt im Gedenken an die ersten Opfer der Deportationen aus Düsseldorf

Von 2001 bis 2009 führte die frühere Leiterin Angela Genger zusammen mit Hildegard Jakobs und einem Team der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf eine großangelegte Studie zur ersten Deportation aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf durch. Sie folgten den biografischen Spuren der 1003 Personen, die als erste ihre rheinischen Heimat am 27. Oktober 1941 zwangsweise verlassen mussten. Ziel des Deportationszuges war das Ghetto Litzmannstadt.
Aufwändige Recherchen wurden in den Gedenkstätten des Landes NW, in Stadt- und Staatsarchiven, aber auch in Archiven in Polen, Israel und den USA durchgeführt. 2010 legten Angela Genger und Hildegard Jakobs das Gedenkbuch “Düsseldorf /Getto Litzmannstadt 1941” vor, 2011 folgte die von Hildegard Jakobs herausgegebene CD-ROM “Im Getto von Litzmannstadt” mit 1003 Kurzbiografien der von Düsseldorf Deportierten auf über 800 Seiten.

Allen jüdischen Menschen wünschen wir von Herzen schöne Feiertage und einen guten Übergang in das neue Jahr 5783. Shana tova u‘metuka!

Unser Bild zeigt die Synagoge an der Kasernenstraße, die zwei Tage vor Erev Rosh haShana 5665 (6. September 1904) eröffnet wurde. Bis zur Zerstörung durch die Nationalsozialisten im November 1938 konnten die jüdischen Familien Düsseldorfs in dieser Synagoge ihre Feste und Gottesdienste begehen.