„Hope will never be silent“ Harvey Milk

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Das vielseitige Bildungsangebot der Mahn- und Gedenkstätte richtet sich an Kinder und Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen, aus Düsseldorf und der Region kommend, aber auch an Besucher*innen aus dem In- und Ausland. Die Beschäftigung mit historischen Biografien, kreative didaktische Zugänge und nicht zuletzt die unmittelbare Verbindung zur Düsseldorfer Ortsgeschichte bilden die Grundlage unserer verschiedenen Formate. Neben Führungen und historischen Stadtrundgängen bieten vor allem Workshops – digital oder vor Ort in der Gedenkstätte – vertiefende Zugänge zu den in der Dauerausstellung „Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“ präsentierten Biografien.

Anfrageformular für Bildungsangebote

Anna Schlieck Wissenschaftliche Mitarbeiterin Leitung Bildungsarbeit, Projekte, didaktische Konzeption Tel.: 0211 89 22269 anna.schlieck@duesseldorf.de
Jona Winstroth Wissenschaftlicher Mitarbeiter Entwicklung pädagogische Konzepte Tel.: 0211 89 24246 jona.winstroth@duesseldorf.de
Anna Schlieck
Jona Winstroth

In der Ausstellung

Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus

Das Leben von Kindern und Jugendlichen im Düsseldorf der 1930er Jahre konnte sehr unterschiedlich sein. Für viele änderte sich nach 1933, als die Nazis an die Macht kamen, kaum etwas – für andere ging es plötzlich um ihr Überleben.
Für jede Lebensgeschichte gibt es eine „MemoryBox“. Hier findet Ihr Gegenstände, die Euch Einblicke in die persönlichen Geschichten geben und Euch helfen, über eigene Eindrücke und Erfahrungen zu sprechen. Warum ist die Taucherbrille für Tom wichtig? Und warum findet Ihr in Lottes „MemoryBox“ ein Zelt? Wieso wurde Ruth von ihren besten Freundinnen am Schultor angespuckt? Weshalb nahm man Ally ihrer Familie weg?

  • Ein Workshop für Schulklassen (7. Klasse bis Oberstufe) und Gruppen bis max. 30 Personen. Die Dauer beträgt 2,5 Stunden.
    Kosten und Modalitäten erfahrt Ihr bei der Anmeldung.
  • Dieses Angebot ist auch in einfacher oder Leichter Sprache buchbar!

Der Workshop beinhaltet eine Kurzführung, Kleingruppenarbeit und eine
gemeinsame Präsentation.

Digitale Workshops

Das Leben von Kindern und Jugendlichen im Düsseldorf der 1930er Jahre konnte sehr unterschiedlich sein. Für viele änderte sich nach 1933, als die Nazis an die Macht kamen, kaum etwas – für andere ging es plötzlich um ihr Überleben.
Der Zugang zur NS-Geschichte erfolgt – wie bei allen unseren Bildungsangeboten – biografisch. Im Mittelpunkt stehen die Kinder und Jugendlichen unserer Ausstellung, ihre Erlebnisse und Handlungsoptionen zwischen 1933-45. Neben vielfältigen Aufgaben und Impulsen stehen eine Vielzahl von Fotos, Dokumenten, Audio- und Videobeiträgen zur Verfügung.

Erstmalig können Schüler:innen und Lehrer:innen einen digitalen Workshop der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf digital für den eigenen Unterricht nutzen. Der digitale Workshop kann auf der Website https://werft6.com/virtual-education-mug-duesseldorf ausprobiert werden. Dort finden sich auch weitere Fotos und der Trailer zum Projekt. Zudem ist es möglich, dass eine Person aus unserem Team via Videocall am Workshop teilnimmt, um Fragen zu beantworten oder die Präsentationen der Schüler:innen begleiten zu können. Weitere Informationen zu einem begleiteten Workshop erhalten Sie bei der Anmeldung.

  • Ein Workshop für Schulklassen (7. Klasse bis Oberstufe) und Gruppen bis max. 30 Personen. Die Dauer beträgt 2,5 Stunden.
    Kosten und Modalitäten erfahrt Ihr bei der Anmeldung.
  • Dieses Angebot ist auch in einfacher oder Leichter Sprache buchbar!

Workshop Bürokratie

Ein Stempel war zu viel, oder: Warum kann man auch am Schreibtisch zum Mörder werden?

Wenn wir an Täter der Nazi-Zeit denken, kommen uns meistens bewaffnete Männer in Uniform in den Sinn. Aber auch am Schreibtisch konnten Menschen, die eigentlich ganz normale Angestellte waren, Todesurteile fällen. Wir zeigen, von welchen Ämtern und Schreibtischen aus in Düsseldorf fatale Entscheidungen über Leben oder Tod gefällt wurden; welche weitreichenden Folgen lediglich ein Stempel von Beamt:innen haben konnte. Wie haben Ämter in das Leben von Kranken, Juden oder Sinti & Roma eingegriffen? Wie diskriminierten Angestellte des Finanzamtes „nichtarische“ Bürgerinnen und Bürger?

  • Ein Workshop für Jugendliche ab 17 Jahren sowie für Verwaltungsangestellte und Beamt:innen. Thematische Schwerpunkte, Gruppengröße, Kosten und weitere Modalitäten können bei der Anmeldung besprochen werden.

Das Offene Archiv

Was gibt es in der Gedenkstätte zu entdecken?

Mit dem Offenen Archiv bieten wir eine Anlaufstelle für alle, die sich mit der Geschichte Düsseldorfs in den Jahren von 1933 bis 1945 selbstständig beschäftigen möchten. Ergänzend zur Dauerausstellung zeigt das multimediale Angebot an vier Arbeitsplätzen Fotos, Videos, Objekte, Erinnerungen und Geschichten von jungen und alten Düsseldorferinnen und Düsseldorfern. Tatorte, verschwundene Orte, historische Gebäude und vieles mehr können entdeckt werden.

  • Jederzeit während der Öffnungszeiten der Gedenkstätte zugänglich. Keine Anmeldung erforderlich!

Gedenkstättenfahrt-Vorbereitung

Weggeschafft aus Düsseldorf, oder: Massentransporte und Deportationen

Nicht wenige Menschen wurden in Düsseldorf verhaftet und in Konzentrationslagern fern ihrer Heimat eingesperrt. Ganze Familien wurden bei sogenannten Deportationen zwangsweise aus ihrer Heimatstadt weggebracht. Sie kamen in Lager, Ghettos oder wurden am Zielort ihrer Bahnfahrt direkt ermordet. Viele dieser Orte sind heute Gedenkstätten. Wenn Ihr diese besuchen wollt, beraten wir Euch und bereiten Eure Gruppe auf diese Fahrt vor.
Welche Vorgeschichte hatten die Massentransporte? Was bedeutete eine Deportation für den Einzelnen? Wer organisierte die Transporte? Wohin wurden Menschen aus Düsseldorf gebracht? Wie kann man nach ihren Spuren suchen? Wer überlebte und wer wurde ermordet?

  • Ein Vorbereitungsworkshop für Jugendliche ab 15 Jahren. Die Gruppengröße beträgt maximal 20 Personen. Kosten und Modalitäten können bei der Anmeldung besprochen werden.

AM ABEND – ÖFFENTLICHE FÜHRUNG DURCH DIE NEUE SONDERAUSSTELLUNG „MOLARI IM HEINEFELD“

In dieser Ausstellung wird der Frage nachgegangen, wer die dargestellten Menschen waren: Wen malte Pankok? Was wurde aus der dargestellten Person? Überlebte sie? Oder wurde sie zwischen 1933 und 1945 Opfer des Völkermords?
Also weder der bekannte Künstler, den die Sinti in ihrer Sprache liebevoll „Molari“ (Maler) nannten, noch seine Bilder stehen im Mittelpunkt; viel eher sind es die Biografien und familiären Zusammenhänge der Menschen, denen Pankok ein künstlerisches Denkmal gesetzt hat. Die Düsseldorfer Sinti der Dreißigerjahre waren keine anonyme Gruppe. Es waren Individuen.

Dienstag, 17. Januar um 17:30 Uhr

Keine Anmeldung nötig. Die Teilnahme ist kostenlos.