„Anders zu sein,        
das muss man üben.“ Dieter Linz

besuchen, begegnen und informieren

Hier finden Sie alle aktuellen Informationen zu Veranstaltungen der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
Adresse Mühlenstraße 29
40213 Düsseldorf

Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag, Sonntag: 11:00 bis 17:00 Uhr
Samstag: 13:00 bis 17:00 Uhr


GEDENKEN AN DAS KRIEGSENDE IN DÜSSELDORF 1945

Donnerstag, 16. April, 13:30 Uhr, Mahnmal Anton-Betz-Straße.

Auch in diesem Jahr werden Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Polizeipräsidentin Miriam Brauns um 13:30 Uhr Kränze am Mahnmal an der Anton-Betz-Straße niederlegen, um der Widerstandsaktion „Rheinland“ und des Kriegsendes vor 81 Jahren zu gedenken.
Die Projektgruppe des Technischen Berufskollegs Färberstraße, die sich seit dem Herbst 2025 mit der Geschichte des Berufskollegs in den letzten Wochen des Krieges und der „Aktion Rheinland“ beschäftigt, stellt Gedanken und erste Ergebnisse dieses Auseinandersetzungsprozesses vor.

Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung der Polizei Düsseldorf, der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.

QUEERE LIEBE IM HOLOCAUST. EIN VORTRAG VON DR. ANNA HÁJKOVÁ

Dienstag, 21. April, um 18:30 im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

Wo sind die Geschichten der großen queeren Liebe in der Shoah? Queere Geschichte des Holocaust, also die Frage nach gelichgeschlechtlichem Verlangen unter den Holocaustopfern, ist bis vor kurzem eine Leerstelle geblieben. Anna Hájková erklärt, weshalb die Geschichte der gleichgeschlechtlichen Liebe in der Shoah lange ausgeklammert und marginalisiert worden ist und wie ihre Rückkehr in das kollektive Gedächtnis eine inklusive und feministische Geschichte dieses Genozids anbieten kann. Die erweiterte Auflage ihres Buches „Menschen ohne Geschichte sind Staub“ basiert auf originärer und umfangreicher Archivforschung und bietet einen prägnanten Einblick in die queere Geschichte des Holocaust für Anfänger:innen und Fortgeschrittene.

Dr. Anna Hájková ist Reader of Modern European Continental History an der University of Warwick. Sie ist Pionierin der queeren Holocaustgeschichte und ihr neues Buch, „Menschen ohne Geschichte sind Staub: Queeres Verlangen im Holocaust“ wurde als eines der wichtigsten queeren Sachbücher von 2024 bezeichnet.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.
Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

FÜHRUNG DURCH DIE SONDERAUSSTELLUNG „gefährdet leben – Queere Menschen 1933 bis 1945“

Donnerstag, 23. April 2026, um 18:30 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29

Die vielfältigen Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit von 1933 bis 1945 werden in der Ausstellung anhand von Dokumenten, Grafiken, Fotografien und Zitaten nachgezeichnet. Darunter ist auch bislang unveröffentlichtes Material. Die Ausstellung bietet sowohl einen breiten Überblick als auch tiefergehende Einblicke in die Biografien der Menschen.

Es wird deutlich, wie das Leben vieler queerer Menschen gebrochen und zerstört wurde. Erzählt wird unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse nicht nur die Verfolgungsgeschichte, sondern auch Wege der Selbstbehauptung in einer widrigen Lebensrealität bis in die Nachkriegszeit.

Die Wanderausstellung der Bundestiftung Magnus Hirschfeld wurde in Düsseldorf um die Schau „Queeres Leben in Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945“ erweitert.

Kuratorin Astrid Hirsch-von Borries wird Sie an diesem Abend durch die Ausstellung begleiten. Die Teilnahme ist kostenlos und der Zugang ist barrierefrei.
Keine Anmeldung nötig.

Während der Laufzeit finden monatlich kostenlose Führungen statt. Die Termine sind:

Dienstag, 19. Mai 2026, um 18:30 Uhr
Dienstag, 16. Juni 2026, um 18:30 Uhr
Sonntag, 5. Juli 2026, um 14 Uhr
Ergänzend zu den öffentlichen Führungen können Führungen für Gruppen direkt unter oder 0211 – 8996205 gebucht werden.

DAS WAR HIER! – DER NORDPARK, EINE HISTORISCHE UND KÜNSTLERISCHE AUSEINANDERSETZUNG

Samstag, 25. April 2026, um 14 Uhr. Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben.

Mit dem Rundgang „Der Nordpark, eine historische und künstlerische Auseinandersetzung“ beginnen wir unser diesjähriges Außenprogramm.
Der heutige Nordpark und der Bereich des Aquazoos befinden sich auf dem ehemaligen Areal der sogenannten Reichsschau „Schaffendes Volk“. Diese Ausstellung und nationalsozialistische Propagandaschau lief vom 8. Mai bis 17. Oktober 1937 und zog knapp sechs Millionen Besucher:innen an. „Schaffendes Volk“ demonstrierte eine Lehr- und Leistungsschau die Gewerbetätigkeit im Zusammenwirken mit Kunst, Industrie und Handwerk. Eingerahmt wurde das Gelände durch die sogenannte „Schlageter-Siedlung“ bzw. Weiße Siedlung und dem „Schlageter-Ehrenmal“.

Die Historikerinnen Frederike Krenz und Astrid Hirsch-von Borries werden bei diesem Rundgang von Christoph Westermeier, Künstler und 1. Vorsitzender des Künstlervereins Malkasten, begleitet. Gemeinsam beschäftigen Sie sich mit der wechselhaften Geschichte des Geländes und natürlich mit den Dingen die sichtbar sind. Wer entschied darüber was bleibt und was zerstört wurde? Warum wurde das ganze Areal nicht neu geschaffen?

Die Teilnahme am Rundgang ist kostenlos und der Zugang begrenzt barrierefrei.
Wir bitten um telefonische Anmeldung unter 0211 – 89 96205 oder via Mail an .

„[…] WAS WIRD AUS UNS WERDEN.“ – QUEERE MENSCHEN IN DÜSSELDORF ZWISCHEN 1933 BIS 1945. EIN VORTRAG VON ASTRID HIRSCH-VON BORRIES

Dienstag, 28. April 2026, um 18:30 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

Wie war, es als queere Person im nationalsozialistischen Düsseldorf zu leben? Ein Großteil unseres Wissens basiert auf der Täterperspektive. Das hat sich in den letzten Jahren ein Stück weit gewandelt. Intensive Recherche von Historiker:innen hat gezeigt, dass es mehr zu erzählen gibt und Geschichten, trotz gesellschaftlicher Stigmatisierung, in Familien bewahrt wurden.
Astrid Hirsch-von Borries ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Mahn- und Gedenkstätte, ihre Forschungsschwerpunkte sind Frauengeschichte und queere Geschichte. Sie hat den Düsseldorfer Teil „Queeres Leben in Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945“ kuratiert und gibt in ihrem Vortrag einen tieferen Einblick in Lebensrealitäten der Personen, deren Biographien in der Ausstellung erzählt werden.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.
Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

GEDENKEN – STURM AUF DAS VOLKSHAUS AM 2. MAI 1933

Dienstag, 5. Mai 2026, um 17 Uhr. Beginn an der Flingerstraße 11. Im Anschluss gehen wir gemeinsam ins Beatrice-Straus-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte, Marktstraße 2 (Innenhof)

Im Mai 1933 gab es gezielte Angriffe des NS-Regimes gegen die Arbeiterbewegung: Hatte man am 1. Mai noch den neuen „Tag der Arbeit“ als Propagandainszenierung begangen, erstürmten am Morgen des Folgetages SA-Gruppen gewaltsam die Gewerkschaftshäuser und drangsalierten die dortigen Beschäftigten und Funktionäre. Das Volkshaus des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) an der Flingerstraße wurde durch die SA „besetzt“, der SPD-Reichstagsabgeordnete und Gewerkschaftsführer Hans Böckler in „Schutzhaft“ genommen.

Nach einer kurzen Kranzniederlegung am Volkshaus begehen wir im Anschluss eine Gedenkstunde im Beatrice-Strauss-Zentrum, die vom DGB Düsseldorf/Bergisch-Land, der Mahn- und Gedenkstätte, der AWO Düsseldorf und dem SPD-Unterbezirk Düsseldorf ausgerichtet wird. Jugendliche aus dem DGB stellen exemplarische Biografien von Düsseldorfer Gewerkschafter:innen vor, die zwischen 1933 und 1945 verfolgt wurden. Bürgermeister Josef Hinkel, DGB-Regionalgeschäftsführerin Sigrid Wolf, AWO-Geschäftsführerin Marion Warden und SPD-Vorsitzender Adis Selimi werden Grußworte sprechen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.
Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

IM DIALOG MIT ANDRÉ SOLE-BERGERS ÜBER DEN „SPENDENLAUF ALLY“

Mittwoch, 6. Mai 2026 um 18:30 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

André Sole-Bergers arbeitet seit über 20 Jahren bei der Lebenshilfe Viersen e.V. und setzt sich insbesondere für die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen ein. Vor fast zwei Jahren kam ihm die Idee, die Geschichte von Ally, einem vierjährigen Mädchen mit Trisomie 21, das im Nationalsozialismus ermordet wurde, zu verfilmen.
Es war geplant, den Film mithilfe von Fördergeldern zu produzieren, doch das Projekt fiel durch alle Förderraster. Deshalb machte sich André Sole-Bergers persönlich AUF DEN WEG: Am 20. August 2025 startete sein Spendenlauf „Ally – Der Film“ von der Gedenkstätte Waldniel-Hostert in Schwalmtal und führte ihn und seine Mitstreiter:innen 650 km durch die Bundesrepublik bis zur Tiergartenstraße 4 in Berlin.
Eine der ersten Etappen war das Rathaus Düsseldorf, wo er von der damaligen Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke, Vertreter:innen der Lebenshilfe Düsseldorf e.V. und Mitarbeiter:innen der Mahn- und Gedenkstätte in Empfang genommen wurde.
Im Dialog sprechen André Sole-Bergers und Frederike Krenz über den Spendenlauf bzw. die Bewegung und das Filmprojekt.
Klaudia Zepuntke, stellvertretende Vorsitzende des Förderkreises der Mahn- und Gedenkstätte e.V. wird an diesem Abend Ihre Erinnerungen teilen und ein Grußwort halten.

Diese Ausgabe unserer Reihe „Im Dialog“ ist eine gemeinsame Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und der Lebenshilfe Düsseldorf e.V.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.
Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

MUTIGE DÜSSELDORFERIN – EINWEIHUNG DER ELSE-GORES-STRASSE IN DER WEISSEN SIEDLUNG

Freitag, 8. Mai 2026, um 15 Uhr an der Else-Gores-Straße in der Weißen Siedlung, Düsseldorf-Golzheim

Im August 2025 wurde die Franz-Jürgens-Straße in Else-Gores-Straße umbenannt. Im Rahmen einer tiefgreifenden Aufarbeitung der „Aktion Rheinland“ durch die Mahn- und Gedenkstätte wurde festgestellt, dass Franz Jürgens der nationalsozialistischen Ideologie nahestand und mitverantwortlich für die Deportationen der Darmstädter Jüd:innen war. Die aktive Beteiligung von Franz Jürgens am NS-Staat wiegt so schwer, dass eine Ehrung nicht mehr möglich ist.
Die neue Namensgeberin und mutige Düsseldorferin Else Gores, versteckte zum Schutz vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten ihren Jugendfreund Franz Krahn. Nach einer Denunziation wurden Franz und Else von Angehörigen der Heeresstreife Kaiser am 11. April 1945 abgeholt und ermordet.

Am 8. Mai ab 15 Uhr laden wir Sie herzlich ein, mit uns gemeinsam die Else-Gores-Straße noch einmal öffentlich einzuweihen. Vor Ort wird es Wortbeiträge von Bezirks-bürgermeisterin Annette Klinke, Historikerin Astrid Hirsch-von Borries sowie der Gleichstellungsbeauftragten Elisabeth Wilfart geben.
Künstlerisch begleitet wird der Nachmittag durch die Schauspielerin und Juniorprofessorin Hanna Werth und die Musiker Johannes Joost und Marko Kassl.

Die öffentliche Einweihungsfeier ist eine gemeinsame Veranstaltung der Bezirksvertretung 1 mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, kom!ma e.V und dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung unterstützt durch die Robert Schumann Hochschule. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Am Freitag, 30. April 2026 um 17 Uhr, findet eine Informationsveranstaltung zu Else Gores in der Evangelischen Kirchengemeinde Kaiserswerth-Tersteegen statt. Zu Gast sind Bezirksbürgermeisterin Annette Klinke und Historikerin Astrid Hirsch-von Borries.

GEDENKEN AN DIE EHEMALIGEN ZWANGSARBEITER:INNEN IM LAGER „OTTO“

Freitag, 8. Mai 2026, um 17 Uhr im zakk, Fichtenstraße 40

Während des Nationalsozialismus waren mehr als 1100 Zwangsarbeiter:innen im Lager „Otto“ auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Klöckner-Werke interniert, auf dem sich heute das soziokulturelle Zentrum zakk befindet.
Wir gedenken den Zwangsarbeiter:innen, in dem wir Namen und ausgewählte Kurzbiographien verlesen. Anschließend werden in der zakk-Kneipe Hintergründe zu
Zwangsarbeit in Düsseldorf und speziell in den Klöckner-Werken beleuchtet und ein Projekt vorgestellt, an dem sich Interessierte aktiv beteiligen können: Wir möchten das Gedenken noch erweitern und vertiefen und mehr zu den persönlichen Geschichten der Zwangsarbeiter:innen und ihrem Verfolgungsweg zu Tage fördern.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.
Der Zutritt zum zakk ist barrierefrei.

Eine gemeinsame Veranstaltung des zakk mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und dem Erinnerungsort Alter Schlachthof.

DAS WAR HIER! – GESOLEI: „DIE GROSSE AUSSTELLUNG DÜSSELDORF 1926 FÜR GESUNDHEITSPFLEGE, SOZIALE FÜRSORGE UND LEIBESÜBUNGEN“

Samstag, 9. Mai 2026, um 14 Uhr. Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben.

Vor 100 Jahren fand vom 8. Mai bis zum 15. Oktober 1926 in Düsseldorf die Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen (GeSoLei) statt. Sie war die größte Messe während der Weimarer Republik und wurde von ca. 7,5 Millionen Menschen besucht. Die Messe gliederte sich in die Bereiche Gesundheit, Alltagshygiene, Sport, Arbeitsverhältnisse und Vererbungslehre. Die jüdische Ärztin Marta Frankel war als wissenschaftliche Geschäftsführerin tätig. Der jüdische Pädiater Arthur Schloßmann war für den Bereich Gesundheit und Sozialhygiene verantwortlich.
Für die Messe wurden mehrere Pavillons, aber auch dauerhafte Bauten errichtet, die auch heute noch genutzt werden, so z.B. der Ehrenhof, die Tonhalle und die Rheinterrassen. Die Gebäude wurden auch während des Nationalsozialismus genutzt und gewannen an Bedeutung.
Begleiten Sie Frederike Krenz, Astrid Hirsch-von Borries und Hildegard Jakobs (stellvertretende Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf) auf ihrem Stadtspaziergang über Teile des ehemaligen Messegeländes der GeSoLei.
Die Teilnahme am Rundgang ist kostenlos und der Zugang begrenzt barrierefrei.

Wir bitten um telefonische Anmeldung unter 0211 – 89 96205 oder via Mail an .

Zu unserem Außenprogramm erscheint an Ostern ein eigener Flyer auf der Homepage. Im Laufe der Osterferien ist er dann auch analog in der Gedenkstätte verfügbar.

GEDENKEN AN DIE DEPORTATION DER DÜSSELDORFER SINTI:ZZE VOR 86 JAHREN

Mittwoch, 20. Mai 2026 um 18 Uhr an der Ehra im Alten Hafen, ab 18:30 im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte, Marktstraße 2 (Innenhof)

Am Mittwoch, den 20. Mai, um 18 Uhr werden Vertreter:innen der Landeshauptstadt Düsseldorf gemeinsam mit der Sinti-Union Düsseldorf einen Kranz an der Figur „Ehra – Mädchen mit Ball“ niederlegen. Erinnert wird damit an die erste Deportation der Düsseldorfer Sinti:zze, die vor 86 Jahren – am 16. Mai 1940 – stattfand und rund 130 Düsseldorfer Frauen, Kinder und Männer betraf, die in polnische Ghettos verschleppt wurden.
Im Anschluss an die kurze und stille Kranzniederlegung gehen die Teilnehmenden gemeinsam in das Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte (Marktstraße 2, Innenhof), wo die Gedenkstunde fortgesetzt wird.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte und der Sinti-Union Düsseldorf.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.
Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

DIE DÜSSELDORFERIN CÄCILIE HELTEN UND DIE LIEBE ZU IHRER PARTNERIN ROSA JOCHMANN: ZWISCHEN ZUSCHREIBUNG, SELBSTBEZEICHNUNG UND UNSICHTBARMACHUNG. EIN VORTRAG VON DR. VERONIKA DUMA

Donnerstag, 28. Mai, um 18:30 im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Liebe zwischen der deutschen Kommunistin und gebürtigen Düsseldorferin Cäcilie Helten, genannt Cilly, und der österreichischen Sozialdemokratin Rosa Jochmann. Sie lernten sich im KZ Ravensbrück kennen. Nach der Befreiung bestand die im Lager entstandene, enge Bindung zwischen den beiden Frauen fort. Von 1962 bis zum Tod Heltens 1974 verbrachten die Frauen ihr Leben gemeinsam in Wien.
Der Vortrag der Historikerin Dr. Veronika Duma (Goethe-Universität Frankfurt und Fritz-Bauer-Institut) blickt auf die Lebensgemeinschaft der Frauen im politischen Milieu der Arbeiter:innenbewegung, die sich ihren Platz in einer Zeit suchten, in der die heteronormative Kleinfamilie das gesellschaftliche Idealbild darstellte und der Kalte Krieg die Beziehung zwischen einer Sozialistin und einer Kommunistin vor Herausforderungen stellte.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig. Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.
Das Begleitprogramm wird unterstützt Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und Queere Geschichte(n) Düsseldorf e. V.

QUEERE LIEBE IM HOLOCAUST. EIN VORTRAG VON DR. ANNA HÁJKOVÁ
Dienstag, 21. April, um 18:30 im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

Wo sind die Geschichten der großen queeren Liebe in der Shoah? Queere Geschichte des Holocaust, also die Frage nach gelichgeschlechtlichem Verlangen unter den Holocaustopfern, ist bis vor kurzem eine Leerstelle geblieben. Anna Hájková erklärt, weshalb die Geschichte der gleichgeschlechtlichen Liebe in der Shoah lange ausgeklammert und marginalisiert worden ist und wie ihre Rückkehr in das kollektive Gedächtnis eine inklusive und feministische Geschichte dieses Genozids anbieten kann. Die erweiterte Auflage ihres Buches „Menschen ohne Geschichte sind Staub“ basiert auf originärer und umfangreicher Archivforschung und bietet einen prägnanten Einblick in die queere Geschichte des Holocaust für Anfänger:innen und Fortgeschrittene.

Dr. Anna Hájková ist Reader of Modern European Continental History an der University of Warwick. Sie ist Pionierin der queeren Holocaustgeschichte und ihr neues Buch, „Menschen ohne Geschichte sind Staub: Queeres Verlangen im Holocaust“ wurde als eines der wichtigsten queeren Sachbücher von 2024 bezeichnet.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.
Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.