„Das Wort ergreifen,   
heisst immer auch handeln.“
Siegfried Lenz

Hörbuchvorstellung. “Meine vier Leben”

Dienstag, 06. Dezember um 15 Uhr

„MEINE VIER LEBEN. AUS CZERNOWITZ ÜBER AMSTERDAM NACH DÜSSELDORF. WIDER DAS VERGESSEN.“ Gelesen von Axel Gottschick. Mit Originaleinspielungen von Herbert Rubinstein und mit Musik von Jan Rohlfing

Dieses Hörbuch ist ein Zeugnis in Musik und Sprache über die Liebe. Es beginnt in Czernowitz in der heutigen Ukraine. Herbert Rubinstein erzählt darin sein Leben. Er wurde 1936 in Czernowitz geboren, wo er den Holocaust knapp überlebte. Seine Kindheit war überschattet vom Leben im Ghetto, der Angst vor den Deportationen und des Verlusts. Herbert Rubinstein erzählt seine Geschichte, damit nichts vergessen wird. Er erzählt sie mit der ihm eigenen großherzigen Menschenliebe. Liebe ist auch die stets wachende und lebendige Erinnerung an all diejenigen, die nicht mehr sind; deren Leben endete, bevor sie ihre Stimme erheben konnten. Was sie erlebten, ist auch heute wieder von beklemmender Aktualität. Der Komponist und Musiker Jan Rohlfing hat Herbert Rubinsteins Erinnerungen, Erfahrungen und Gedanken zusammen mit einem hochrangigen Ensemble in eine musikalische Erzählung verwandelt, die dem Unsagbaren Raum gibt und dem Wunsch nach Frieden und Freiheit eine Melodie der Zuversicht.
Die CD kostet 19,80 € und ist in der Mahn- und Gedenkstätte erhältlich. Das 24-Seitige Booklet umfasst unter anderem ein Vorwort von Dr. Stephan Keller (Oberbürgermeister Düsseldorf), ein Grußwort von Dr. Bastian Fleermann (Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf) und von Mykola Kushnir (Leiter des Museums für Jüdische Geschichte und Kultur der Bukowina in Czernowitz).

Vorstellung am 06. Dezember um 15 Uhr in der Zentralbibliothek

Podiumsdiskussion und Präsentation der CD “Meine Vier Leben” von Herbert Rubinstein (Griot-Hörbuchverlag, Hörbuch des Monats) mit Jan Rohlfing, Komponist und Regisseur, Herbert Rubinstein, Zeitzeuge, und Mathias Richter, Historiker.
Grußwort von Henrike Tetz, Vorsitzende des Fördervereins der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
Moderation: Dr. Katja Schlenker, Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf

Ort: Im Stadtfenster der Zentralbibliothek, Konrad-Adenauer-Platz 1
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von: Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Düsseldorf-Czernowitz (in Gründung), Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V., Stadtbüchereien Düsseldorf, Erinnerung Lernen, Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf, Respekt und Mut und Griot-Verlag Elke Bader, Stuttgart.

Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung

Mittwoch, 16. November um 17:30 Uhr

Der Maler, Grafiker und Bildhauer Otto Pankok (1893-1966) war fasziniert von den Sinti-Familien, die er in Südfrankreich und dann in seiner Heimatstadt Düsseldorf traf. Er malte sie ab 1931 immer wieder – und machte so mit seinen Porträts die Welt auf die Verfolgung der Minderheit aufmerksam.
In dieser Ausstellung wird der Frage nachgegangen, wer die dargestellten Menschen waren: Wen malte Pankok? Was wurde aus der dargestellten Person? Überlebte sie? Oder wurde sie zwischen 1933 und 1945 Opfer des Völkermords?

Also weder der bekannte Künstler, den die Sinti in ihrer Sprache liebevoll „Molari“ (Maler) nannten, noch seine Bilder stehen im Mittelpunkt; viel eher sind es die Biografien und familiären Zusammenhänge der Menschen, denen Pankok ein künstlerisches Denkmal gesetzt hat. Die Düsseldorfer Sinti der Dreißigerjahre waren keine anonyme Gruppe. Es waren Individuen.

Anmeldung bitte bei Nicole Merten von Montag bis Freitag unter 0211- 8996205 oder nicole.merten@duesseldorf.de
Die Teilnahme ist kostenlos.

Gedenken an Sinti:zze und Rom:nja

Freitag, 16. Dezember um 17 Uhr, an der Ehra

Am 80. Jahrestag des berüchtigten Auschwitz-Erlasses von 1942 erinnern der Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW und die Landeshauptstadt Düsseldorf gemeinsam mit einer an der Bronzeplastik „Ehra“ am Alten Innenhafen in der Altstadt an die ermordeten Sinti und Roma.

Um 17:00 Uhr gibt es ein kurzes und stilles Gedenken mit Kranzniederlegung an der Ehra, an der Oberbürgermeister Dr. Keller und Roman Franz vom Landesverband Deutscher Sinti und Roma teilnehmen werden. Gäste sind hierbei herzlich willkommen.

Im Anschluss gehen wir gemeinsam in die Mahn- und Gedenkstätte, wo ab 17:20 Uhr eine Veranstaltung in Erinnerung an die Düsseldorfer Sinti:zze und Rom:nja stattfinden wird. Es gibt Musik und Redebeiträge sowie einen geführter Rundgang durch die aktuelle Sonderausstellung “Molari im Heinefeld”.

Gäste sind auch hier herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Schon einmal auf unserem Vimeo Account vorbeigeschaut? Da gibt es die Kurz-Dokumentation von Jacquelyn Altman und Naomi Wise zur Familie Altmann.
Seit heute ist auch der Film “Genauso wie du und ich” verfügbar.

Anlässlich des Gedenkens an das Novemberpogrom von 1938 setzten sich Teilnehmende der VHS Düsseldorf / Abteilung Schulische Weiterbildung im September 2022 intensiv mit der Geschichte der Düsseldorfer Familie Altmann auseinander. In mehreren Workshops in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf spürten die Jugendlichen dem Leben von David und Johanna Altmann und ihrem Sohn Alfred nach – sie gingen an die Wohnorte der Familie, lasen Briefzeugnisse und informierten sich über die Ereignisse in Düsseldorf während der NS-Zeit. Der Film “Genauso wie du und ich.” dokumentiert die persönliche Auseinandersetzung der Jugendlichen mit der Geschichte der Familie Altmann, lässt die Jugendlichen aber auch selbst mit ihren Einschätzungen und Gedanken zu Wort kommen.