“Wir müssen für die
                   Freiheit planen
und nicht für die          
Sicherheit.“ Karl Popper

Henrike Tetz

Vorsitzende *1963 in Göttingen

Seit 1994 lebe und arbeite ich als evangelische Pfarrerin in Düsseldorf und war viele Jahre am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Bilk tätig. Zurzeit leite ich die Bildungsabteilung der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Ich engagiere mich in der Mahn- und Gedenkstätte, weil hier Begegnungen und Gespräche mit sehr unterschiedlichen Menschen jeden Alters stattfinden. Dabei wird durch fundierte Informationen, anregende Diskussionen bis hin zu internationalen Begegnungen eine persönliche und berührende Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus in Düsseldorf möglich. Das ist mir auch angesichts des zunehmenden Antisemitismus sehr wichtig. Außerdem macht mir die Zusammenarbeit mit so vielen engagierten Menschen in der Mahn- und Gedenkstätte einfach große Freude.

Melanie Horster

stellvertretende Vorsitzende * 1989 in Düsseldorf

Geboren und aufgewachsen bin ich in Düsseldorf und fühle mich meiner Heimatstadt verbunden. Als Diplom-Verwaltungswirtin war ich mehrere Jahre bei der Landeshauptstadt Düsseldorf unter anderem im Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung tätig, nach meinem Master-Studium im Bereich öffentliches Managment arbeite ich inzwischen als Dezernentin für Vielfalt und Gender bei der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Als Düsseldorferin ist mir die Mahn- und Gedenkstätte bereits lange bekannt. Durch gemeinsame Projekte während meiner Tätigkeit bei der Landeshauptstadt Düsseldorf hatte ich Gelegenheit, der Mitarbeitenden genauer kennenzulernen. Die Arbeit und das Engagement der Menschen in der Mahn- und Gedenkstätte hat mich begeistert. Mir ist es ein Anliegen mich für eine vielfältige Stadtgesellschaft einzusetzen und dazu gehört für mich auch die aktive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Gerne bringe ich mich daher als stellvertretende Vorsitzende in die Arbeit des Förderkreises ein.

Klaudia Zepuntke

stellvertretende Vorsitzende *1963 in Düsseldorf

In Düsseldorf geboren und fühle ich mich meiner Heimatstadt sowie ihren Bürger und Bürgerinnen eng verbunden. Über 29 Jahre habe ich mich kommunalpolitisch engagiert, davon die letzten 11 Jahre als Bürgermeisterin.
In dieser Zeit durfte ich die Arbeit der Mahn- und Gedenkstätte regelmäßig begleiten und war stets beeindruckt von der fundierten und engagierten Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Umso mehr freue ich mich, diese Arbeit nun im Vorstand des Fördervereins weiter unterstützen zu dürfen.
Das Wirken der Mahn und Gedenkstätte ist von zentraler Bedeutung, weil ich davon überzeugt bin, dass Mahnen und Gedenken unverzichtbare Bausteine für eine freiheitliche demokratische Gesellschaft sind.

Marion Czarnecki-Bille

Beisitzerin *1959 in Ratingen

Ich lebe seit über 30 Jahren mit meiner Familie in Düsseldorf und fühle mich dieser internationalen und bunten Stadt sehr verbunden.
Seit September 2025 befinde ich mich im (Un-)Ruhestand, nachdem ich mein Berufsleben im Vermessungs- und Katasteramt der Landeshauptstadt Düsseldorf als Kartographin verbracht habe.
Hier war ich seit 2018 als „Hüterin der Straßennamen“ für die Straßenbenennungen in Düsseldorf zuständig.
Über gemeinsame Projekte wie das zur Umbenennung belasteter Straßennamen hinsichtlich der NS-Zeit und des Kolonialismus sowie die Veranstaltungsreihe „mutig, weiblich, sichtbar?“ habe ich die Zusammenarbeit mit der Mahn- und Gedenkstätte schätzen gelernt.

Für mich hat die Arbeit der Mahn- und Gedenkstätte mit ihrer Erinnerungskultur und Aufarbeitung der Zeit des NS in Düsseldorf eine große Bedeutung, bei der ich sie mit aller Kraft und inzwischen mit mehr Zeit unterstützen möchte.

Michael Szentei-Heise

Beisitzer *1954 in Debrecen in Ungarn

Ich gehöre seit Herbst 2023 dem Vorstand des Förderkreises an, bin aber praktisch vom ersten Tag an ein Unterstützer und Freund der Mahn- und Gedenkstätte, die 1987 eröffnet wurde. Durch mein berufliches Tätigkeitsfeld gab es natürlich viele Berührpunkte: Von Ende 1986 bis zum 1. April 2020 habe ich als Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf gearbeitet. Hier in Düsseldorf lebe ich inzwischen seit fast 60 Jahren. Ich bin Jurist und Rechtsanwalt. Dem Thema der Gedenkstätte und der Erinnerungsarbeit bin ich auch ganz persönlich verbunden: Meine Mutter Edith war eine Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz. Das prägt einen Menschen natürlich.

Robert Kieselbach

Schiftführer *1976 in Brüggen

Zum Studium der Geschichte 1996 nach Düsseldorf gezogen, lebe ich abzüglich einer sehr kurzen Episode in Mönchengladbach nun seit vielen Jahren am Rhein. Nach Stationen als Lehrender an der Heinrich-Heine-Universität und als freier Historiker habe ich die Düsseldorfer Niederlassung eines großen Dienstleisters für History Marketing aufgebaut, die ich nun leite.

Die Mahn- und Gedenkstätte war für mich bei meiner Arbeit oft Anlaufstation für Informationen und wertvolle Anregungen. Ihre Relevanz bei der Erinnerungsarbeit in unserer Stadt und darüber hinaus kann nicht deutlich genug unterstrichen werden.

Die Mitgliedschaft im Förderverein und die Arbeit im Vorstand bieten mir die Möglichkeit, die großartige Arbeit der Mitarbeitenden des Hauses zu unterstützen.

Laura Thielen

Schatzmeister *1985 in Düsseldorf

Als gebürtige Düsseldorferin bin ich meiner Heimatstadt sehr verbunden. Durch meine berufliche Tätigkeit im Hauptamt der Stadt Düsseldorf war ich von 2008 bis 2023 in verschiedenen Funktionen verantwortlich für die Verwaltungsnachwuchskräfte der Stadtverwaltung und habe in diesem Zusammenhang die Arbeit der Mahn- und Gedenkstätte kennengelernt.
Ich bewundere insbesondere die Vielfältigkeit des Angebotes für die verschiedensten Alters- und Zielgruppengruppen und die immer enge Verknüpfung zur Düsseldorfer Stadtgeschichte. Mit meiner Arbeit im Vorstand des Förderkreises möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, dieses Angebot weiterhin allen Menschen zugänglich zu machen, damit Erinnerungsarbeit erlebbar bleibt.

Dr. Bastian Fleermann

Geschäftsführer *1978 in Ratingen

Ich leite die Mahn- und Gedenkstätte seit 2011. 1978 wurde ich im benachbarten Ratingen geboren und habe nach dem Zivildienst Geschichte und Volkskunde in Bonn studiert. Für mich ist der bürgerschaftlich getragene Förderkreis eine enorm wichtige Stütze mit vielen helfenden Händen und viel Wohlwollen quer durch die Bank. Laut Satzung des Vereins bin ich als Institutsleiter dauerhaft Mitglied des Vorstands – als Geschäftsführer.

„ICH MÖCHTE SO GERNE MEIN LEBEN IN DIE WELT SCHREIEN!“ – ADELE HAAS, EINE INTERGESCHLECHTLICHE PERSON IM NATIONALSOZIALISMUS. EIN VORTRAG VON JAKO WENDE
Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18:30 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof)

„So könnte ich so viel schreiben, aber ich rege mich dabei so auf, denn ich darf nicht zurück denken, es ist mir heute wie ein Traum. Ich möchte so gerne mein Leben in die Welt schreien, und veröffentlichen aber dazu gehört Geld, und das fehlt bei mir, es ist doch bestimmt einmalig und interessant, garnicht zu glauben, es klingt wie ein Märchen, überhaupt das ich das ausgehalten habe, und noch lebe ein Wunder.“ schreibt Adele Haas am 28. März 1961.

Intergeschlechtliche oder inter* Personen haben Merkmale von männlichen und weiblichen Körpern. Sie waren und sind schon immer da gewesen. Aufgrund von gesellschaftlicher Norm mal mehr oder weniger akzeptiert, bis hin zur Verfolgung und Ermordung. Wie war es als intergeschlechtliche Person während des Nationalsozialismus zu leben? Einem System mit klaren Geschlechterbildern und konstruierten medizinischen Normen sogenannter männlicher oder weiblicher Körper.

An diesem Abend wird uns Jako Wende das Leben von Adele Haas näherbringen. Adele war als inter* Person im Nationalsozialismus massiver Gewalt ausgesetzt, weil sie nicht der sogenannten Norm entsprach. Jako Wende hat dafür in zahlreichen Archiven recherchiert und Kontakt zu noch lebenden Verwandten und Nachbarn aufgenommen um das Leben von Adele Haas nachzeichnen zu können.

Es wird auch um den allgemeinen Forschungsstand zur Situation von inter* Personen im Nationalsozialismus gehen, doch Kern des Vortrages ist es, Adele ihr Leben in die Welt schreien zu lassen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.
Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.