“Wir müssen für die
                   Freiheit planen
und nicht für die          
Sicherheit.“ Karl Popper

Henrike Tetz

Vorsitzende *1963 in Göttingen

Seit 1994 lebe und arbeite ich als evangelische Pfarrerin in Düsseldorf und war viele Jahre am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Bilk tätig. Zurzeit leite ich die Bildungsabteilung der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Ich engagiere mich in der Mahn- und Gedenkstätte, weil hier Begegnungen und Gespräche mit sehr unterschiedlichen Menschen jeden Alters stattfinden. Dabei wird durch fundierte Informationen, anregende Diskussionen bis hin zu internationalen Begegnungen eine persönliche und berührende Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus in Düsseldorf möglich. Das ist mir auch angesichts des zunehmenden Antisemitismus sehr wichtig. Außerdem macht mir die Zusammenarbeit mit so vielen engagierten Menschen in der Mahn- und Gedenkstätte einfach große Freude.

Jana Hansjürgen

stellvertretende Vorsitzende *1981 in Paderborn

2003 hat es mich erstmalig, nach dem Studium in meiner Heimat Paderborn, nach Düsseldorf verschlagen. Mittlerweile arbeite ich im Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Zuvor durfte ich einige Jahre das LSBTIQ+ Jugendzentrum (oder Jugendzentrum für lesbische, schwule, bi, trans*, inter* und queere Jugendliche) PULS Düsseldorf aufbauen und leiten. Im Rahmen der Jugendarbeit fanden es erste Kontakte zur Mahn- und Gedenkstätte statt, die sich in guter Zusammenarbeit, beispielsweise durch die Patenschaft des Stolpersteins für Karl Carduck oder im Prozess zu dem neuen LSBTIQ+ Erinnerungsort vertieft haben.
Mich berühren die persönlichen Geschichten der vielfältigen Menschen in der Ausstellung und auch in Gesprächen mit Zeitzeugen. Ich bin begeistert von der gelebten Diversität und den kreativen Projekten, die ich gerne aus der Perspektive des Vorstands mit begleiten und unterstützen möchte.

 

Dr. Dorothea Voss-Dahm

stellvertretende Vorsitzende * 1968 in Lüneburg

Als Nordlicht kam ich nach dem Studium zunächst ins Ruhrgebiet. Nach Düsseldorf zog es uns als Familie im Jahr 2002. Ich war lange in der Hans-Böckler-Stiftung tätig, in der wissenschaftliche Forschung über die Geschichte der Arbeiterbewegung und der Gewerkschaft einen festen Platz hat. Nun wirke ich als Vorständin für Personal und Nachhaltigkeit in der Emscher Genosssenschaft/Lippeverband in Essen.

Als junge Frau war ich Freiwillige der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienst in Belgien. Seitdem zieht sich mein Interesse über die Vorgeschichte, die Zeit selbst und die Nachwirkungen des Nationalsozialismus als roter Faden durch mein ehrenamtliches Engagement. Im Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte wirke ich gerne mit, weil die Gedenkstätte ein lebendiger Ort ist. Hier treffen professionelle wissenschaftliche Arbeit mit pädagogischen Angeboten zusammen, oder auch Einzelaktivitäten in der Stadtgesellschaft mit dem öffentlichen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

Klaus Winkes

Schatzmeister *1944 in Kempen

Geboren bin ich in Kempen am Niederrhein und bin Dipl. Betriebswirt sowie Dipl. Pädagoge.
Nach meinem Umzug von Hamburg nach Düsseldorf im Jahr 1992 war es für mich als Mitglied der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) selbstverständlich, dem Förderkreis beizutreten. Die VVN-BdA hat immer die Arbeit der Mahn- und Gedenkstätte unterstützt, u. a. auch durch Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie z. B. Hermann Laupsien, Maria Wachter und Henny Dreifuß.

Im Jahr 2013 wurde ich in den Vorstand gewählt, dem ich seitdem angehöre, eine geraume Zeit als Schatzmeister. Ich halte die Arbeit der Mahn- und Gedenkstätte gerade auch im Zuge eines zunehmenden Rechtsrucks für außerordentlich wichtig, vor allem auch im Hinblick auf die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen.

Robert Kieselbach

Schiftführer *1976 in Brüggen

Zum Studium der Geschichte 1996 nach Düsseldorf gezogen, lebe ich abzüglich einer sehr kurzen Episode in Mönchengladbach nun seit vielen Jahren am Rhein. Nach Stationen als Lehrender an der Heinrich-Heine-Universität und als freier Historiker habe ich die Düsseldorfer Niederlassung eines großen Dienstleisters für History Marketing aufgebaut, die ich nun leite.

Die Mahn- und Gedenkstätte war für mich bei meiner Arbeit oft Anlaufstation für Informationen und wertvolle Anregungen. Ihre Relevanz bei der Erinnerungsarbeit in unserer Stadt und darüber hinaus kann nicht deutlich genug unterstrichen werden.

Die Mitgliedschaft im Förderverein und die Arbeit im Vorstand bieten mir die Möglichkeit, die großartige Arbeit der Mitarbeitenden des Hauses zu unterstützen.

Prof. Dr. Volker Zimmermann

Beisitzer *1968 in Düsseldorf

Geboren bin ich in Düsseldorf, wo ich auch an der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Neuere und Osteuropäische Geschichte sowie Politikwissenschaft studiert habe. Dort begann mein beruflicher Weg als Historiker: Nach der Promotion arbeitete ich bis 2006 am Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, nach der Habilitation an der HHU wechselte ich als DAAD-Langzeitdozent an das Institut für Internationale Studien der Karls-Universität in Prag, und seit 2010 bin ich am Collegium Carolinum, Forschungsinstitut für die Geschichte Tschechiens und der Slowakei, in München tätig. Mit der HHU bin ich aber auch heute noch verbunden, und zwar als apl. Professor am Institut für Geschichtswissenschaften.

Zum Förderkreis bin ich über meine journalistische und wissenschaftliche Arbeit gestoßen, die anfangs eng mit der Mahn- und Gedenkstätte verbunden war: Während des Studiums schrieb ich als freier Mitarbeiter der „Rheinischen Post“ immer wieder über die Arbeit der Mahn- und Gedenkstätte. In einem gemeinsamen Projekt habe ich dann 1995 mein erstes Buch verfasst (In Schutt und Asche. Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Düsseldorf), ein weiteres folgte 2000 (NS-Täter vor Gericht. Düsseldorf und die Strafprozesse wegen nationalsozialistischer Gewaltverbrechen). Auch wenn ich mich heute vor allem mit der Geschichte Mitteleuropas des 19. und 20. Jahrhunderts beschäftige, bin ich gerne weiter im Vorstand des Förderkreises aktiv: Denn die Vermittlung von Geschichte an die – gerade auch jüngeren – Menschen vor Ort ist ein besonders guter Weg, ein (kritisches) historisches Bewusstsein zu fördern. Und genau das macht die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf besonders gut.

Dr. Peter Henkel

Beisitzer *1975 in Düsseldorf

Als Historiker habe ich mich schon früh mit dem Thema Nationalsozialismus auseinandergesetzt, u.a. als Leiter der Landeskoordinierungsstelle Rheinland bei dem Entschädigungsverfahren für ehemalige NS-Zwangsarbeiter. Heute habe ich das Vergnügen, als Projektleiter die Jubiläumsausstellung 2021 und das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf mit aufzubauen.

Mit der Mahn- und Gedenkstätte bin ich schon seit meinem Studium verbunden. Seit ich dort ein Praktikum gemacht habe, bin ich nicht mehr von ihr losgekommen und gehörte mit zu den Kuratoren der jetzigen Dauerausstellung, habe Ausstellungen, Publikationen und Erinnerungsprojekte betreut. Als ich dann 2018 zum Projekt Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen gewechselt bin, war klar, dass ich die tolle Arbeit der Gedenkstätte weiter unterstützen möchte. Und da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie wertvoll der Förderkreis für die Arbeit der Gedenkstätte ist, gibt es dafür keinen besseren Platz als in seinem Vorstand.

Dr. Bastian Fleermann

Geschäftsführer *1978 in Ratingen

Ich leite die Mahn- und Gedenkstätte seit 2011. 1978 wurde ich im benachbarten Ratingen geboren und habe nach dem Zivildienst Geschichte und Volkskunde in Bonn studiert. Für mich ist der bürgerschaftlich getragene Förderkreis eine enorm wichtige Stütze mit vielen helfenden Händen und viel Wohlwollen quer durch die Bank. Laut Satzung des Vereins bin ich als Institutsleiter dauerhaft Mitglied des Vorstands – als Geschäftsführer.

Allen jüdischen Menschen wünschen wir von Herzen schöne Feiertage und einen guten Übergang in das neue Jahr 5783. Shana tova u‘metuka!

Unser Bild zeigt die Synagoge an der Kasernenstraße, die zwei Tage vor Erev Rosh haShana 5665 (6. September 1904) eröffnet wurde. Bis zur Zerstörung durch die Nationalsozialisten im November 1938 konnten die jüdischen Familien Düsseldorfs in dieser Synagoge ihre Feste und Gottesdienste begehen.