„Das Wort ergreifen,   
heisst immer auch handeln.“
Siegfried Lenz
Hildegard Jakobs Stellvertretende Leiterin

Leitung Archiv, Forschung,
Ausstellungen und Stolpersteine

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Nicole Merten Sekretariat

Organisation und
Kommunikation

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Astrid Hirsch-von Borries Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Digitale Kommunikation, Stolpersteine, Veranstaltungsplanung, Ausstellungen und Forschung

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Dr. Andrea Ditchen Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Forschung, Projekte
und Wanderausstellungen

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Milena Rabokon Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Bildungsarbeit, Projekte und
didaktische Konzeption

Tel.: 0211 89 24245 milena.rabokon@duesseldorf.de

AB HERBST!

Düsseldorf 1941. Jahr der Eskalation
Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

Wieso hingen die Morde an psychisch Kranken und der Beginn des Holocaust im Jahre 1941 voneinander ab? Wie sah die Verschärfung der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik in Düsseldorf in diesem Jahr konkret aus? Warum begann im Oktober die Deportation der jüdischen Bevölkerung? Wie zeigte sich der Krieg, der im Sommer in den Osten Europas getragen worden war, im Winter in der Stadt?
Diesen Fragen geht die Ausstellung nach. Sie zeigt eine grenzenlose Eskalation der Gewalt und eine dramatische Zuspitzung aufgrund der Kriegslage. Und sie dokumentiert Zusammenhänge und Widersprüche des dritten Kriegsjahres 1941.
Die Besetzung des Balkans und Griechenlands (April), der Angriff auf die Sowjetunion (Juni) und der Eintritt der USA in den Krieg (Dezember) waren einschneidende Ereignisse des Jahres. Die Entscheidung der NS-Führung für die Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden war eng mit diesem Kriegsverlauf verknüpft. Der Krieg schuf die Bedingungen für den Völkermord. Es entfaltete sich eine Dynamik des Tötens. Und Düsseldorf war Teil dieses Geschehens.
Die Imagination einer geschlossenen „Volksgemeinschaft“ wurde aufrechterhalten – während in der Stadt die Massenverbrechen ihren Ausgang nahmen. Das Jahr 1941 war eine Wegmarke von der gespielten Normalität des „Dritten Reiches“ in den Abgrund der Katastrophe.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Dr. Bastian Fleermann, Dr. Frederike Krenz und Hildegard Jakobs.
Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.