„Hope will never be silent“ Harvey Milk

weiterbilden

Das vielseitige Bildungsangebot der Mahn- und Gedenkstätte richtet sich an Kinder und Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen, aus Düsseldorf und der Region kommend, aber auch an Besucher*innen aus dem In- und Ausland. Die Beschäftigung mit historischen Biografien, kreative didaktische Zugänge und nicht zuletzt die unmittelbare Verbindung zur Düsseldorfer Ortsgeschichte bilden die Grundlage unserer verschiedenen Formate. Neben Führungen und historischen Stadtrundgängen bieten vor allem Workshops – digital oder vor Ort in der Gedenkstätte – vertiefende Zugänge zu den in der Dauerausstellung „Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“ präsentierten Biografien.

Anfrageformular für Bildungsangebote

Anna Schlieck Wissenschaftliche Mitarbeiterin Leitung Bildungsarbeit, Projekte, didaktische Konzeption Tel.: 0211 89 22269 anna.schlieck@duesseldorf.de
Jona Winstroth Wissenschaftlicher Mitarbeiter Entwicklung pädagogische Konzepte Tel.: 0211 89 24246 jona.winstroth@duesseldorf.de
Anna Schlieck
Jona Winstroth

Kinderführung

Die Geschichten von Ruth und Tom: Wie lebten jüdische Kinder in den 1930er Jahren?

Tom und Ruth sind zwei waschechte Düsseldorfer Kinder. Sie leben mit ihren Eltern im Zooviertel, gehen hier zur Schule und treffen sich nachmittags mit Freundinnen und Freunden. Tom ist ein großer Karnevalsfan. Ruth unternimmt oft Ausflüge mit ihrer Familie in den Wald. Alles ist ganz normal – bis 1933 die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kommen. Ihr erfahrt, was sich für Toms und Ruths Familien veränderte und wie es beiden gelang, die Jahre der Nazi-Herrschaft zu überstehen. Eure Eindrücke könnt Ihr auf einem Erinnerungsbild festhalten und als Andenken mit nach Hause nehmen.

  • Eine Führung für Kinder ab 9 Jahren.

Modalitäten und Kosten erfahrt Ihr bei der Anmeldung.

Kinderführung mit Tonies:

Die Geschichten von Nanni und Max: Wie lebten Kinder und Jugendliche in den 1930er Jahren?

In Interviews und Tagebüchern berichten Max und Nanni von Erlebnissen der 1930er Jahre in ihrer Heimatstadt – von ihrer Schulzeit, Wanderungen entlang des Rheinufers und dem ganz normalen Alltag in dieser Zeit. Max und Nanni zog es aber auch in die Ferne – gemeinsam mit ihren Freunden gingen sie „auf Fahrt“, um die weite Welt kennenzulernen. Ihr erfahrt, wohin sie ihre Reisen führten, welche Abenteuer und Schwierigkeiten sie fernab und in Düsseldorf überwanden und ob sich nach 1933 etwas für sie veränderte. Ihre Erzählungen hört Ihr auf Tonieboxen in unserer Dauerausstellung.

  • Eine Führung für Kinder ab 9 Jahren mit Tonieboxen.

Modalitäten und Kosten erfahrt Ihr bei der Anmeldung.

Führung durch die Ausstellung:

Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus

Das Leben von Kindern und Jugendlichen im Düsseldorf der 1930er Jahre konnte sehr unterschiedlich sein. Für viele änderte sich nach 1933, als die Nazis an die Macht kamen, kaum etwas – für andere ging es plötzlich um ihr Überleben. Wir stellen verschiedene Lebenswege vor: Ruth, die mit ihrer Familie als jüdisch verfolgt wurde. Willi, den die Nazis als politischen Gegner verprügelten und einsperrten. Die kleine Ally, die aufgrund ihrer Behinderung ihren Eltern weggenommen wurde und Nora, die mit ihren Schwestern die Flucht bis nach Bagdad antreten musste. Zusätzlich zeigen wir, wie sich der Alltag in Düsseldorf durch die Nazis und den Krieg veränderte. Und wer war eigentlich ein Nazi?
Und warum haben so viele den Nazis zugejubelt?

  • Ein Angebot für Schulklassen und Gruppen nach Anmeldung oder im Rahmen öffentlicher Führungen. Die Termine werden auf dem Portal „Musenkuss Düsseldorf“ und in unserem Halbjahresprogramm bekanntgegeben.
  • Diese Führung kann auf Englisch oder in einfacher Sprache und DGS gebucht werden. Weitere Sprachen auf Anfrage.

Kosten und Modalitäten erfahrt Ihr bei der Anmeldung.

Allen jüdischen Menschen wünschen wir von Herzen schöne Feiertage und einen guten Übergang in das neue Jahr 5783. Shana tova u‘metuka!

Unser Bild zeigt die Synagoge an der Kasernenstraße, die zwei Tage vor Erev Rosh haShana 5665 (6. September 1904) eröffnet wurde. Bis zur Zerstörung durch die Nationalsozialisten im November 1938 konnten die jüdischen Familien Düsseldorfs in dieser Synagoge ihre Feste und Gottesdienste begehen.