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Düsseldorf finden
Willi Schneider
Willi Schneider wurde am 2. Mai 1902 in Düsseldorf geboren. Er war bis Mitte 1933 Arbeiter im städtischen Fuhrpark und Betriebsratsmitglied. Mit seiner älteren Schwester Therese (geboren am 30. April 1894 in Düsseldorf) wohnte er in der Ratinger Straße 23 in der Düsseldorfer Altstadt.
Den Geschwistern wurde unterstellt, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) gewesen zu sein und Mitgliedsbeiträge in Höhe von 50 Pfennigen kassiert zu haben. Am 21. September 1934 wurde Willi Schneider festgenommen und bis zum 2. Oktober 1934 im Düsseldorfer Polizeigefängnis verhört. Ihm wurde außerdem eine wichtige Rolle innerhalb der Roten Gewerkschaftsopposition (RGO) vorgeworfen.
Der II. Strafsenat des Oberlandesgerichts Hamm verurteilte ihn in einem Prozess mit 68 Angeklagten am 8. März 1935 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu sieben Jahren und sechs Monaten Zuchthaus. Diese Strafe verbüßte Willi Schneider bis zum 31. März 1941 zunächst im Lager Aschendorfer Moor und dann in der Haftanstalt Vechta.
Unmittelbar nach der Verbüßung seiner Zuchthausstrafe wurde er von den Nationalsozialisten „für die Dauer des Krieges“ in sogenannte „Schutzhaft“ genommen und in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. Dort starb Willi Schneider am 14. Mai 1942.
Seine Schwester Therese war im selben Prozess zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt worden, die sie vom 23. März 1935 in Ziegenhain/Hessen, ab dem 4. Juni desselben Jahres im Zuchthaus Gotteszell in Schwäbisch Gmünd und bis zum Ende ihrer Strafzeit in Aichach/Oberbayern absitzen musste.