„Ein Recht gestehe ich keinem Menschen zu: das auf Gleichgültigkeit.“ Eli Wiesel

Führungen in leicht verständlicher Sprache

Die Mahn- und Gedenkstätte bietet Führungen in leicht verständlicher Sprache an. Das Angebot richtet sich insbesondere an Gruppen mit Förderbedarf oder Gruppen mit geringen Deutschkenntnissen.
Die Dauer der Führung liegt bei 120 Minuten und kann sowohl für die Dauerausstellung als auch für die Sonderausstellungen der Gedenkstätte gebucht werden.

Fragen oder individuelle Wünsche können Sie gerne per E-Mail an richten.

Führungen für Menschen mit Beeinträchtigungen

Die Mahn- und Gedenkstätte bietet Angebote für Gruppen von Menschen mit Beeinträchtigungen an.
Die Angebote können für die Dauerausstellung gebucht werden und werden individuell auf die Bedürfnisse der Gruppe (Inhalt und Dauer des Angebots) angepasst.

Anfragen und individuelle Wünsche können Sie gerne per E-Mail an richten.

Workshop „Behinderungen und Menschen mit Behinderungen im NS“

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Existenz von Menschen mit Behinderungen infrage gestellt. Die Erb- und Rassenlehre erhielt Einzug in Propaganda, Verordnungen und Gesetze.
Menschen mit Behinderungen wurden als „Ballastexistenzen“ und „unnütze Esser“ bezeichnet. Die Maßnahmen der Nationalsozialisten radikalisierten sich im weiteren Verlauf der Diktatur und erreichte
mit dem Beginn der sogenannten Kinder- und Patientenmorde eine bisher unbekannte Dimension.
Der Workshop setzt sich mit der Frage auseinander, wie der Umgang der Nationalsozialisten mit Behinderungen und Menschen mit Behinderungen war. Welche Maßnahmen wurden konkret umgesetzt,
wer war von diesen betroffen und wer vielleicht ausgenommen?
Der Workshop richtet sich an interessierte Gruppen und Menschen aus dem Bereich Pflege und Medizin. Grundkenntnisse über die Zeit des Nationalsozialismus sind Voraussetzung.

Anfragen können Sie gerne an frederike.krenz@duesseldorf richten.

QUEERE LIEBE IM HOLOCAUST. EIN VORTRAG VON DR. ANNA HÁJKOVÁ
Dienstag, 21. April, um 18:30 im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

Wo sind die Geschichten der großen queeren Liebe in der Shoah? Queere Geschichte des Holocaust, also die Frage nach gelichgeschlechtlichem Verlangen unter den Holocaustopfern, ist bis vor kurzem eine Leerstelle geblieben. Anna Hájková erklärt, weshalb die Geschichte der gleichgeschlechtlichen Liebe in der Shoah lange ausgeklammert und marginalisiert worden ist und wie ihre Rückkehr in das kollektive Gedächtnis eine inklusive und feministische Geschichte dieses Genozids anbieten kann. Die erweiterte Auflage ihres Buches „Menschen ohne Geschichte sind Staub“ basiert auf originärer und umfangreicher Archivforschung und bietet einen prägnanten Einblick in die queere Geschichte des Holocaust für Anfänger:innen und Fortgeschrittene.

Dr. Anna Hájková ist Reader of Modern European Continental History an der University of Warwick. Sie ist Pionierin der queeren Holocaustgeschichte und ihr neues Buch, „Menschen ohne Geschichte sind Staub: Queeres Verlangen im Holocaust“ wurde als eines der wichtigsten queeren Sachbücher von 2024 bezeichnet.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.
Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.