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Düsseldorf finden
Walter Jäckel
Der Arbeiter Walter Jäckel wurde am 17. Februar 1904 in Düsseldorf geboren. Am 13. Dezember 1935 wurde er von der Gestapo in Schutzhaft genommen, da er weiterhin Mitgliedsbeträge für die verbotene KPD kassiert haben sollte.
Am 17. April 1936 wurde Walter Jäckel vom Oberlandesgericht Hamm wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu vier Jahren Zuchthaushaft verurteilt. Diese Haftstrafe musste Walter Jäckel im Zuchthaus Lüttringhausen verbüßen. Nach seiner Entlassung heiratete er und hatte eine Tochter.
Aus der Haft entlassene politische Gegner der Nationalsozialisten, die nicht sofort wieder in „Schutzhaft“ genommen wurden, blieben dennoch unter ständiger Beobachtung der Gestapo. So auch Walter Jäckel. Ab Sommer 1942 wurden viele als Soldaten in sogenannte „Bewährungsdivisionen“ zwangsrekrutiert. In diese Divisionen (beispielsweise die „Bewährungsdivision 999“) wurden vormals als „wehrunwürdig“ eingestufte Männer – das waren alle zu einer Zuchthausstrafe Verurteilten – eingezogen und an vorderster Front im Kriegsgeschehen eingesetzt. Einsatzgebiete der Bewährungsdivisionen waren unter anderem in Afrika und an der Ostfront. An beiden Kriegseinsatzorten gab es sehr hohe Verluste.
Als ehemaliger politischer Widerstandskämpfer wurde Walter Jäckel am 26. Februar 1943 zum 1. Afrika-Schützen-Regiment 963 eingezogen, und dann in das Bewährungsbataillon 999 an die Ostfront überführt.
Nur sehr wenige der zwangsrekrutierten Soldaten dieser Divisionen überlebten das Kriegsende, seit dem 14. April 1944 gilt Walter Jäckel als auf der Krim vermisst.