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Stolpersteine in
Düsseldorf finden

Rosa Schnook, geborene Bleeck

Florastraße 4

Rosa Schnook kam am 14. September 1885 als Tochter des Zigarrenmachers Isaak Bleeck und seiner Frau Julia, geborene Rothschild, in Wickrath bei Grevenbroich zur Welt. Sie hatte noch Zwillingsgeschwister, die am 11. Juni 1888 geboren wurden. Jedoch verstarb das eine Baby bei der Geburt und der Bruder Max nach 18 Monaten.

Am 14. Dezember 1927 heiratete Rosa Bleeck den Kaufmann Albert Schnook in Mönchengladbach-Rheydt. Ihr Mann war am 2. April 1878 in Rheydt als Sohn des Kaufmanns Hermann Schnook (1849-1922) und dessen Frau Rebekka, geborene Heumann (1856-1939) zur Welt gekommen. Er hatte zwei Söhn aus seiner ersten Ehe: Harry (geboren 1906 in Frankfurt a.M.) und Paul (geboren 1909 in Frankfurt a.M.). Nach dem frühen Tod seiner ersten Frau war er ein zweites Mal verheiratet gewesen. Diese Ehe war 1920 geschieden worden. Ihr Mann war nach der Scheidung aus Frankfurt wieder nach Mönchengladbach gezogen. Hier arbeitete er als Geschäftsführer der elterlichen Möbelhandlung. Im dortigen Adressbuch des Jahres 1925 ist er als „Schnook, Albert, Geschäftsführer, Friedrich-Wilhelm-Straße 104“ aufgeführt. Seine Mutter Rebekka Schnook war weiterhin Inhaberin des Geschäfts.

Albert und Rosa Schnook wohnten zunächst weiterhin in Mönchengladbach. Zuletzt (Ende 1935) wohnte das Ehepaar in der Mittelstraße 1. Ab Mitte 1935 wohnten das Ehepaar Schnook dann in Düsseldorf im Haus Florastraße 4. Im Adressbuch der Stadt Düsseldorf von 1940 ist hinter dem Eintrag „Schnook, Albert“ kein Beruf mehr verzeichnet. Möglicherweise hatte Albert Schnook sein Geschäft in Mönchengladbach „arisieren“ müssen.
Ende des Jahres 1940 mussten Rosa und Albert Schnook in ein sogenanntes „Judenhaus“ in die Jahnstaße 41 umziehen. Von dort wurden sie am 10. November 1941 in das Ghetto von Minsk deportiert. Wann und wo sie ermordet wurden, ist nicht feststellbar. Albert Schnooks Söhne überlebten.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

Stolperstein-Stadtrundgang durch Friedrichstadt
Sonntag, 09. Oktober 2022 um 14 Uhr

“Frau Klein, bereits im Nachthemd, warf man die Treppe herunter” – Gerta Faure, Vermieterin.
Die Familie des ehemaligen Rabbiners Dr. Siegfried Klein zählt sicher zu den bekanntesten Verfolgten und Opfern der Nationalsozialisten in Düsseldorf-Friedrichstadt. Wie sahen die Lebenswege der weniger bekannten Bewohner:innen des Stadtteils aus? Welche historischen Orte sind heute noch sichtbar? Begleiten Sie Philipp Lukas auf dem etwa 90-minütigen Rundgang durch Friedrichstadt und lernen Sie weitere Biographien, sowie historische Standorte der Verfolgung und die Geschichte des Viertels kennen.

Treffpunkt: Straßenbahnhaltestelle Fürstenplatz.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht nötig