„Hope will never be silent“ Harvey Milk

Mendel Eimer

Beuthstraße 4

Mendel Eimer wurde am 2. Februar 1883 in Lezajsk, Kreis Lemberg in Galizien geboren. Später lebte er zusammen mit seiner Ehefrau Chaya Freide, geborene Narzisenfeld, und der Tochter Helen im Haus Beuthstraße 4. Das Haus gehörte ihm.

Mendel Eimer arbeitete als Kaufmann in der Metzgereibranche. Da die Familie noch die polnische Staatsbürgerschaft besaß, sollten sie im Oktober 1938 an die deutsch-polnische Grenze im Rahmen der sogenannten Polenaktion deportiert werden. Doch sie konnten in Düsseldorf bleiben. In der Pogromnacht am 9. November 1938 wurde die Familie in ihrer Wohnung in der zweiten Etage überfallen und Mendel Eimer vom Balkon geworfen.

Tochter Helen floh zunächst nach Holland. Mendel Eimer und seine Frau wurden nach Polen ausgewiesen. Als der zweite Weltkrieg begann wurde das Ehepaar nach der polnischen Aufteilung nach Sibirien zur Zwangsarbeit verschleppt, was er nicht überlebte. Er starb am 13. Mai 1942.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

LESUNG & TALK MIT BURAK YILMAZ „EHRENSACHE. KÄMPFEN GEGEN JUDENHASS“
Donnerstag, 14. März 2024 um 18 Uhr im Rathaus, Plenarsaal

Burak Yilmaz lebt als selbstständiger Pädagoge und Autor in Duisburg. Sein Buch “Ehrensache: Kämpfen gegen Judenhass” erschien im September im Suhrkamp Verlag. Burak Yilmaz initiierte das Projekt “Junge Muslime in Auschwitz” und leitet die Theatergruppe “Die Blickwandler”, die nach einer gemeinsamen Fahrt nach Auschwitz das Stück “Benjamin und Muhammed” inszenierten.
Für sein vielfältiges Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus sowie für eine inklusive Erinnerungskultur bekam Yilmaz vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier persönlich das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Keine Anmeldung nötig. Eintritt frei.

Eine Kooperation der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf mit dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und dem Theatermuseum Düsseldorf im Rahmen der Wochen gegen Rassismus.