„Ihr tragt keine Schuld     
für das was passiert ist,          
      aber ihr macht euch schuldig
wenn es euch nicht interessiert“  
Esther Bejarano

Stolpersteine in
Düsseldorf finden

Frieda Herzfeld, geborene Rollmann

Adalbertstraße 22

Die Stolpersteine wurden im Jahr 2010 verlegt.

Adolf und Frieda Herzfeld, geborene Rollmann

Adolf Herzfeld stammte aus Bad König im Odenwald. Dort war er am 27. September 1879 als Sohn von Lazarus und Sara Herzfeld, geborene Kiefer, zur Welt gekommen. Er hatte zwei Geschwister. Adolfs Frau Frieda Rollmann war am 16. August 1888 in Beckum bei Ahlen im Regierungsbezirk Münster geboren worden. Das Ehepaar zog nach Düsseldorf. Sie wohnten im Stadtteil Oberkassel in der Adalbertstraße 22.
Adolf Herzfeld arbeitete vor der NS-Zeit als Prokurist. Am 27. Oktober 1937 meldeten sich Adolf und Frieda Herzfeld nach Zaandam in die Niederlande ab, wo sie eine Wohnung in der Beethovenstraat bezogen. Im Zuge der einsetzenden Judenverfolgung nach der deutschen Besetzung der Niederlande im Mai 1940 wurden auch die Herzfelds vom 19. Januar 1942 bis zum 2. Februar 1943 im „Judendurchgangslager“ Westerbork interniert. Jeden Dienstag fuhr ein Güterzug aus Westerbork „nach dem Osten“, in die Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und Sobibór. Die Fahrt dauerte ungefähr drei Tage.
Am 2. Februar 1943 wurden auch Adolf und Frieda Herzfeld aus Westerbork in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

PÄDAGOGISCHES ANGEBOT ZUR AUSSTELLUNG
Workshop „Ich mache mir ein Bild von dir“
Drei Werke Otto Pankoks und drei Lebensgeschichten junger Düsseldorfer Sinti:zze stehen im Mittelpunkt des Workshops. Anhand der Porträts von Ehra, Raklo und Gaisa nähern sich die Teilnehmer:innen dieser individuellen Darstellungsform an, fertigen eigene Skizzen und erproben verschiedene Materialien. Was bedeutet es, sich ein Bild von jemandem zu machen?
Die Spurensuche in der Sonderausstellung führt die Teilnehmer:innen zu den Lebensgeschichten der Sinti:zze vom Heinefeld. Wen zeichnete Otto Pankok? Wie erlebten die jungen Menschen die Verfolgung durch die Nationalsozialisten? Und wie trat man ihnen und anderen Sinti:zze nach Ende des Zweiten Weltkriegs gegenüber?
Der Workshop umfasst 2,5 Stunden und richtet sich an Jugendliche ab der 9. Klasse. Bitte beachten Sie, dass die Gruppen eine maximale Anzahl von 25 Schüler:innen nicht überschreiten sollten.
Der Eintritt in die Mahn- und Gedenkstätte sowie die Teilnahme am Workshop ist für Sie und Ihre Schüler:innen kostenfrei. Der Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte freut sich über eine Spende!