„Anders zu sein,        
das muss man üben.“ Dieter Linz

Stolpersteine in
Düsseldorf finden

Adolf Herzfeld

Adalbertstraße 22

Adolf und Frieda Herzfeld, geborene Rollmann

Adolf Herzfeld stammte aus Bad König im Odenwald. Dort war er am 27. September 1879 als Sohn von Lazarus und Sara Herzfeld, geborene Kiefer, zur Welt gekommen. Er hatte zwei Geschwister. Adolfs Frau Frieda Rollmann war am 16. August 1888 in Beckum bei Ahlen im Regierungsbezirk Münster geboren worden. Das Ehepaar zog nach Düsseldorf. Sie wohnten im Stadtteil Oberkassel in der Adalbertstraße 22.
Adolf Herzfeld arbeitete vor der NS-Zeit als Prokurist. Am 27. Oktober 1937 meldeten sich Adolf und Frieda Herzfeld nach Zaandam in die Niederlande ab, wo sie eine Wohnung in der Beethovenstraat bezogen. Im Zuge der einsetzenden Judenverfolgung nach der deutschen Besetzung der Niederlande im Mai 1940 wurden auch die Herzfelds vom 19. Januar 1942 bis zum 2. Februar 1943 im „Judendurchgangslager“ Westerbork interniert. Jeden Dienstag fuhr ein Güterzug aus Westerbork „nach dem Osten“, in die Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und Sobibór. Die Fahrt dauerte ungefähr drei Tage.
Am 2. Februar 1943 wurden auch Adolf und Frieda Herzfeld aus Westerbork in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

Allen jüdischen Menschen wünschen wir von Herzen schöne Feiertage und einen guten Übergang in das neue Jahr 5783. Shana tova u‘metuka!

Unser Bild zeigt die Synagoge an der Kasernenstraße, die zwei Tage vor Erev Rosh haShana 5665 (6. September 1904) eröffnet wurde. Bis zur Zerstörung durch die Nationalsozialisten im November 1938 konnten die jüdischen Familien Düsseldorfs in dieser Synagoge ihre Feste und Gottesdienste begehen.