juli2026
logo

Liebe Leser:innen und Freund:innen der Gedenkstätte,

Kurz vor dem Beginn der Sommerferien melden wir uns noch einmal mit unserem Monatsnewsletter.

Die letzten Wochen bis zum Ende des Schuljahres sind bei uns noch recht voll. Viele Schulklassen aus Düsseldorf und den Nachbarstädten haben noch Workshops, Führungen und Rundgänge gebucht. Die Gedenkstätte und auch unsere Beatrice-Strauss-Zentrum sind in permanenter Nutzung.

Unsere aktuelle Sonderausstellung über queeres Leben in der NS-Zeit haben wir bis einschließlich 30. August verlängert. Dennoch endet in diesen Tagen das reichhaltige und abwechslungsreiche Begleitprogramm, das meine Kollegin Astrid Hirsch-von Borries konzipiert und auf die Beine gestellt hat: Am vergangenen Sonntag fanden die Kranzniederlegung, am Montag der letzte Vortrag statt.
Am kommenden Sonntag aber (5. Juli) haben Sie noch einmal die Chance, zur letzten öffentlichen Führung zu kommen und der Kuratorin zu lauschen.

Im kommenden Newsletter für den Monat August werden wir Ihnen dann schon einen Ausblick über unsere Vorhaben und Veranstaltungen im Herbst bieten, denn ab September geht es mit unseren Indoor-Angeboten wieder weiter.

Kommen Sie alle gut durch die heißen Tage und genießen Sie die Sommer- und Ferienzeit!

Wir freuen uns auf Sie,

herzlich,

Dr. Bastian Fleermann

‌
‌
poster-verlaengerung

SONDERAUSSTELLUNG
„GEFÄHRDET LEBEN – QUEERE MENSCHEN 1933 BIS 1945“
Eine Ausstellung der Bundestiftung Magnus Hirschfeld ergänzt um “Queeres Leben in Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945“.

Die vielfältigen Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit von 1933 bis 1945 werden in der Ausstellung anhand von Dokumenten, Grafiken, Fotografien und Zitaten nachgezeichnet. Darunter ist auch bislang unveröffentlichtes Material. Die Ausstellung bietet sowohl einen breiten Überblick als auch tiefergehende Einblicke in die Biografien der Menschen.

Es wird deutlich, wie das Leben vieler queerer Menschen gebrochen und zerstört wurde. Erzählt wird unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse nicht nur die Verfolgungsgeschichte, sondern auch Wege der Selbstbehauptung in einer widrigen Lebensrealität bis in die Nachkriegszeit.

Die Wanderausstellung der Bundestiftung Magnus Hirschfeld wurde in Düsseldorf um die Schau „Queeres Leben in Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945“ erweitert.

1newsletter-juni2026

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG
Sonntag, 5. Juli 2026 um 14 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

Letzte Chance! Kuratorin Astrid Hirsch-von Borries wird Sie noch einmal durch die Sonderausstellung begleiten und Ihnen Geschichten erzählen, die es vielleicht nicht auf die Tafeln geschafft haben.

Die Teilnahme ist kostenlos und der Zugang ist barrierefrei. Keine Anmeldung nötig.

Auf Grund der großen Nachfrage, verlängern wir die Ausstellung noch über die Sommerferien bis zum 30. August 2026.
Nach dem 5. Juli bieten wir keine weiteren öffentlichen Führungen an und es können auch keine Führungen mehr gebucht werden.

Das Begleitprogramm wird unterstützt Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und Queere Geschichte(n) Düsseldorf e. V.
‌
‌
8-14

DEM ZOO AUF DER SPUR! FAMILIENFÜHRUNG DURCH DEN ZOOPARK
Sonntag, 5. Juli um 14 Uhr. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Warum trägt das Zooviertel diesen Namen, wenn doch weit und breit kein einziges Tiergehege zu sehen und nicht das leiseste Gebrüll zu hören ist? Wir sind dem Zoo auf die Spur! Wir finden heraus, wo genau der Zoologische Garten Düsseldorfs früher lag. Wir suchen Hinweise vor Ort und hören die Stimmen der Zeitzeug:innen – frühere Düsseldorfer Kinder – die vom Leben in ihrer Heimatstadt und ihren Erlebnissen im Zoo erzählen.
Begebt euch gemeinsam mit Anna Schlieck von der Mahn- und Gedenkstätte auf die Spur!

Der Zugang ist bedingt barrierefrei und die Teilnahme kostenlos. Eine gemeinsame Veranstaltung des Aquazoo Düsseldorf und der Mahn- und Gedenkstätte.
Ein Angebot für Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren.

Eine Anmeldung ist erforderlich über die Seite des Aquazoo unter folgendem Button:
Anmeldung Auf der Spur!
‌
‌
‌
5-20

„SÄUBERUNG“ DER KUNSTTEMPEL - KULTUR UND THEATER IM NATIONALSOZIALISTISCHEN DÜSSELDORF
Samstag, 11. Juli 2026, um 14 Uhr. Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben. (Warteliste)

Die Kulturpolitik war eine der wichtigsten Säulen nationalsozialistischer Herrschaft. Unmittelbar nach der Machtübernahme im Jahr 1933 begann die Umgestaltung des kulturellen Lebens nach propagandistischen Vorstellungen. Auch in Düsseldorf kam es zur Gleichschaltung kultureller Betriebe und zum Ausschluss zahlreicher Künstler:innen. Die „Säuberungen“ betrafen jedoch nicht nur die bildenen Künste und die Literatur, sondern auch die Bühnenkunst: Das fortschrittliche, von Gustav Lindemann geleitete Düsseldorfer Schauspielhaus wurde 1933 in die „Städtischen Bühnen“ integriert. Jüdische Ensemblemitglieder wie Leon Askenasy (Askin), Leopold Lindtberg (Lemberger), Erwin Parker, die Tanzmeisterin Ruth Loeser und andere Sänger und Schauspieler wurden entlassen. Der Schauspieler und Regisseur Wolfgang Langhoff wurde schon im Februar 1933 als Kommunist in „Schutzhaft“ genommen.

Begeben Sie sich mit Astrid Hirsch- von Borries und Frederike Krenz auf Spurensuche durch das Stadtgebiet. Begleitet werden die Historikerinnen von Dr. Sascha Förster, Leiter des Theatermuseums & Dumont-Lindemann-Archivs.

Die Teilnahme am Spaziergang ist kostenlos und der Zugang begrenzt barrierefrei.

Wir bitten um telefonische Anmeldung unter 0211 – 89 96205 oder via Mail an

7-18

„BET OLAM“ HAUS DER EWIGKEIT - DER ALTE JÜDISCHE FRIEDHOF AN DER ULMENSTRASSE
Sonntag, 16. August 2026 um 14 Uhr. Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben. (Warteliste)

Die Geschichte der jüdischen Friedhöfe in Düsseldorf reicht zurück bis ins 15. Jahrhundert. Einer der wenigen, sehr gut erhaltenen „Schätze“ ist der Friedhof an der Ulmenstraße, ein sonst verschlossener Ort, den wir Ihnen an diesem Tag zugänglich machen.

Astrid Hirsch-von Borries und Frederike Krenz stellen Ihnen Persönlichkeiten wie Rabbiner Löb Aron Scheuer, Landesrabbiner der Herzogtümer Jülich und Berg mit Sitz in Düsseldorf vor. Scheuer galt als „ein Korb voller Bücher“, wie es in seiner Grabinschrift zu lesen ist, und war 42 Jahre lang im Amt. Neben bekannten Rabbinern bietet dieser Friedhof aber auch aus kunsthistorischer Perspektive Besonderheiten. Der Düsseldorfer Bildhauer Leopold Fleischacker (1882–1946) wurde von vielen Familien mit der Gestaltung ihrer Grabsteine beauftragt. Hier finden zum Beispiel die Familiengräber von Adolf Zürndorfer oder auch Luise Oppenheimer.

An diesem Tag begleitet und der Fotograf Thomas Stelzmann. Er hat den Friedhof 2025 im Rahmen eines Projektes festgehalten und wird hiervon berichten.

Männliche Teilnehmer bitten wir, auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung zu tragen.

Die Teilnahme am Rundgang ist kostenlos und der Zugang begrenzt barrierefrei.

Wir bitten um telefonische Anmeldung unter 0211 – 89 96205 oder via Mail an nicole.merten@duesseldorf.de

‌
‌
Newsletter Juli2026

EDELWEISSPIRATEN-FESTIVAL 2026

Das Musikfestival mit politischer Haltung zu Ehren unangepasster Jugendlicher und junger Erwachsener startet wieder. Hier kommen jetzt schon ein paar Programmpunkte. Ausführlichere Informationen gibt es auf der Homepage des zakk unter www.zakk.de

Ein gemeinsames Projekt von zakk & der Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf, in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland. Mit freundlicher Unterstützung der LAG Soziokultur NRW, Ministerium Kultur und Wissenschaft und dem LVR Rheinland / Jugendförderung.

hier geht´s zum zakk
‌

FAHRRADTOUR - „ALTE KAMERADEN“, KARRIERISTEN UND DER „TAUSENDFÜSSLER“
Dienstag, 28. Juli 2026 um 18:30 Uhr.
Anmeldung unter

Wie nahmen „alte Kameraden“ und nationalsozialistische Seilschaften Einfluss auf Düsseldorfs Stadtgesellschaft und Düsseldorfs Entwicklung nach 1945? Wer konnte nach dem Ende des Nationalsozialismus‘ einfach weitermachen, an denselben Schreibtisch zurückkehren oder gar die Karriereleiter emporklettern? Eine maximal dreistündige Radtour mit vielen Zwischenstopps auf den Spuren von Kontinuitäten, Rechenschaft und Aufarbeitung des Nationalsozialismus.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis zum 21. Juli 2026 an E-Mail erforderlich: Die Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt. In Einzelfällen können auf Anfrage Leihfahrräder gestellt werden (ohne Garantie!).

Eine Veranstaltung im Begleitprogramm des Düsseldorfer Edelweisspiratenfestivals, veranstaltet vom ZAKK, von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf (MuG) und vom Antirassistischen Bildungsforum Rheinland. In Kooperation mit INPUT – Antifaschistischer Themenabend und dem Zeitreisen e.V.

THE KIDS ARE FAR RIGHT? DIE NEUEN NEONAZIS DER GEN Z
EIN VORTRAG VON MARCO DREYER
Mittwoch, 12. August 2026 um 19:30 Uhr im zakk, Fichtenstraße 40

Seit dem Sommer 2024 sind sie sehr präsent: Gruppen jugendlicher, nicht selten gewaltbereiter Neonazis ohne Parteianbindung, sehr aktiv in den Sozialen Medien, aber auch auf der Straße sichtbar. Inzwischen liegen erste Analysen, Recherchen und Einschätzungen zu dem Phänomen vor. Im Vortrag wird versucht, das unübersichtliche Feld der Jungnazis zu durchleuchten und wichtige Fragen zu beantworten: Was sind ihre Aktionsfelder, subkulturellen Codes und Inhalte? Wie stark sind sie ideologisch gefestigt? Wie haben sich die Gruppen seit 2024 entwickelt? Welche Gruppen und Akteure spielen in NRW eine Rolle? Wohin geht die Entwicklung?

Eine Veranstaltung im Begleitprogramm des Düsseldorfer Edelweisspiratenfestivals, veranstaltet vom zakk, von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf (MuG) und vom Antirassistischen Bildungsforum Rheinland.

SCHLAGLICHTER AUF DIE EXTREME RECHTE UND BRAUNZONE IN DÜSSELDORF. EIN VORTRAG VON JÜRGEN PETERS
Mittwoch, 19. August 2026 um 19:30 Uhr im zakk, Fichtenstraße 40

Wie jedes Jahr wird es im Begleitprogramm des Edelweißpiratenfestivals einen aktuellen Einblick in die lokale extreme Rechte geben. Dabei stehen AfD und ihr Umfeld sowie die Neonazi-Szene und neonazistische beeinflusste Szenen im Vordergrund.

Eine Veranstaltung im Begleitprogramm des Düsseldorfer Edelweisspiratenfestivals, veranstaltet vom ZAKK, von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf (MuG) und vom Antirassistischen Bildungsforum Rheinland.

TAGESEXKURSION IN DIE GEDENKSTÄTTE „KAZERNE DOSSIN“ IN MECHELEN (BELGIEN)
Sonntag, 11. Oktober 2026, ab 9:00 Uhr. Anmeldung unter

Zwischen 1942 und 1944 wurden aus dem damaligen „SS-Sammellager für Juden“ in der früheren Dossin-Militärkaserne im belgischen Mechelen 25.490 Juden_Jüdinnen und 353 Rom*nja in 28 Zugtransporten nach Auschwitz-Birkenau deportiert; nur wenige von ihnen überlebten. Unter den Deportierten waren auch Juden_Jüdinnen aus Düsseldorf, die zuvor nach Belgien emigriert waren, um sich dem Zugriff der Nazis zu entziehen, ab Mai 1940 aber kriegsbedingt erneut in deren Machtbereich geraten waren. Heute befinden sich auf dem ehemaligen Militärgelände – etwa 220 Kilometer von Düsseldorf entfernt – ein Museum, eine Gedenkstätte und ein Dokumentationszentrum zum Holocaust.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis zum 30. September 2026 an E-Mail erforderlich. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Geplant ist ein geführter Rundgang und ausreichend Zeit zur Selbsterkundung. Der Teilnahmebeitrag beträgt 30 Euro, ermäßigt für Geringverdienende 15 Euro.

Eine Veranstaltung im Begleitprogramm des Düsseldorfer Edelweisspiratenfestivals, veranstaltet vom ZAKK, von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf (MuG) und vom Antirassistischen Bildungsforum Rheinland. In Kooperation mit dem Zeitreisen e.V.

‌
‌

Redaktion des Newsletters

Astrid Hirsch-von Borries, Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf
Haben Sie Fragen, Anregungen, Wünsche zu unserem Newsletter?
Dann schicken Sie eine E-Mail an: .
Besuchen Sie uns auch im Internet:
www.gedenkstaetteduesseldorf.de
oder: www.duesseldorf.de/mahn-und-gedenkstaette
sowie auf: 

‌
‌
Instagram Facebook
‌
‌
Sie haben diese E-Mail erhalten, weil Sie sich bei als angemeldet haben. Wenn Sie keine E-Mails mehr erhalten möchten, melden Sie sich bitte ab: Hier abmelden
Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V. Mühlenstraße 6 40213 Düsseldorf
© 2026 Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V.
‌