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Liebe Leser:innen und Freund:innen der Gedenkstätte,

dieser Newsletter ist ein kleines Zwischenspiel und soll Sie noch einmal an die tollen Veranstaltungen erinnern, die schon in den ersten Wochen des Jahres auf Sie warten. Besonders den 27. Januar und den 5. Februar möchte ich Ihnen ans Herz legen.

Ein ausführlichere Info-Post erhalten Sie von mir in der ersten Februarwoche.

Herzliche Grüße,

Astrid Hirsch-von Borries

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ÖFFNUNGSZEITEN AN KARNEVAL

An Altweiber, Karnevalssonntag und Rosenmontag bleibt die Gedenkstätte geschlossen.

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KRANZNIEDERLEGUNG ZUM TAG DES GEDENKENS AN DIE OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS
Dienstag, 27. Januar 2026, um 15 Uhr am Deportations-Mahnmal an der Ecke Toulouser Allee/Marc-Chagall-Straße unterhalb der Jülicher Brücke.

Der 1996 eingeführte nationale Tag des Gedenkens für die Opfer des Nationalsozialismus und der internationale Holocaust-Gedenktag finden in jedem Jahr am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz (1945), statt. An diesem Tag, dem 80. Jahrestag, wird Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde und der Stadtgesellschaft Kränze am Mahnmal an der Toulouser Allee/Ecke Marc-Chagall-Straße niederlegen und der Opfer gedenken.

Das dortige Mahnmal erinnert seit 2012 an den ehemaligen Derendorfer Güterbahnhof, wo zwischen 1941 und 1944 die großen Deportationen der jüdischen Bevölkerung aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf in die Ghettos und Konzentrationslager begannen. Alle Bürger:innen sind herzlich eingeladen.

Männliche Teilnehmer werden gebeten, während des Gebets des Rabbiners eine Kopfbedeckung zu tragen.

Die zentrale Gedenkveranstaltung „Den Opfern eine Stimme leihen“ findet um 19:30 Uhr im MAXHAUS statt.

Kopie von NewsL_Dez_2025

GEDENKVERANSTALTUNG: DEN OPFERN EINE STIMME LEIHEN. LEBENSGESCHICHTEN VON VERFOLGTEN DÜSSELDORFER:INNEN 1933 BIS 1945
Dienstag, 27. Januar 2026, um 19:30 im MAXHAUS, Schulstraße 11 | Anmeldung erforderlich

Zum internationalen Holocaustgedenktag und Gedenktag für die Opfer des National-sozialismus leihen Menschen aus Düsseldorf den damaligen Opfern ihre Stimme. Auch wenn die meisten Opfer des NS-Regimes jüdische Menschen waren, so gab es auch noch viele andere: politisch Andersdenkende, unangepasste, obdachlose oder queere Personen, psychisch Kranke oder Menschen mit Behinderungen, Männer und Frauen, die aus ganz unterschiedlichsten Gründen in das Getriebe der Verfolgungs- und Vernichtungsmaschinerie des Nationalsozialismus geraten sind.

In den ausgewählten Lebensgeschichten und Egodokumenten werden ihre Schicksale konkret und kommen uns nahe.

Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung über die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf erforderlich: bzw. telefonisch unter 0211 89 96205.

Der Einlass beginnt um 19:00 und die Teilnahme ist kostenlos.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte mit dem MAXHAUS – katholisches Stadthaus Düsseldorf und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.

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„ICH MÖCHTE SO GERNE MEIN LEBEN IN DIE WELT SCHREIEN!“ – ADELE HAAS, EINE INTERGESCHLECHTLICHE PERSON IM NATIONALSOZIALISMUS. EIN VORTRAG VON JAKO WENDE
Donnerstag, 5. Februar 2026, um 18:30 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof)

„So könnte ich so viel schreiben, aber ich rege mich dabei so auf, denn ich darf nicht zurück denken, es ist mir heute wie ein Traum. Ich möchte so gerne mein Leben in die Welt schreien, und veröffentlichen aber dazu gehört Geld, und das fehlt bei mir, es ist doch bestimmt einmalig und interessant, garnicht zu glauben, es klingt wie ein Märchen, überhaupt das ich das ausgehalten habe, und noch lebe ein Wunder.“ schreibt Adele Haas am 28. März 1961.

Intergeschlechtliche oder inter* Personen haben Merkmale von männlichen und weiblichen Körpern. Sie waren und sind schon immer da gewesen. Aufgrund von gesellschaftlicher Norm mal mehr oder weniger akzeptiert, bis hin zur Verfolgung und Ermordung. Wie war es als intergeschlechtliche Person während des Nationalsozialismus zu leben? Einem System mit klaren Geschlechterbildern und konstruierten medizinischen Normen sogenannter männlicher oder weiblicher Körper.

An diesem Abend wird uns Jako Wende das Leben von Adele Haas näherbringen. Adele war als inter* Person im Nationalsozialismus massiver Gewalt ausgesetzt, weil sie nicht der sogenannten Norm entsprach. Jako Wende hat dafür in zahlreichen Archiven recherchiert und Kontakt zu noch lebenden Verwandten und Nachbarn aufgenommen um das Leben von Adele Haas nachzeichnen zu können.

Es wird auch um den allgemeinen Forschungsstand zur Situation von inter* Personen im Nationalsozialismus gehen, doch Kern des Vortrages ist es, Adele ihr Leben in die Welt schreien zu lassen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.
Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

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DÜSSELDRAMA: VOR DEM ROSA WINKEL. EINE SZENISCHE LESUNG MIT HISTORISCHER EINFÜHRUNG UND NACHGESPRÄCH
Samstag, 7. Februar 2026, um 19:30 Uhr und Sonntag, 8. Februar, um 18 Uhr im Theatermuseum Düsseldorf, Jägerhofstraße 1

In den vergangenen Monaten haben sich bereits zweimal junge Menschen in einem Intensiv-Theaterworkshop zusammengefunden und sich mit der Lebensrealität queerer Menschen zwischen 1933 (Allein im Rosa Winkel) bis in die Gegenwart (Nach dem Rosa Winkel) beschäftigt. Diese Mal liegt der Fokus auf der Weimarer Republik. Trotz des Fortbestehens des Paragrafen 175 fand während der Weimarer Republik eine Wende im Umgang mit queeren Personen statt: Die homosexuelle Szene wurde weitgehend geduldet oder auch akzeptiert. Polizeiliche Ermittlungen wurden in den meisten Fällen nur bei Denunziationen angestoßen. Dies galt nicht nur für eine Metropole wie Berlin, sondern auch für Düsseldorf, dem „Klein Paris“ am Rhein. Diese liberale Stimmung bildete den Nährboden für die Emanzipation der queeren Bürgerrechtsbewegung und der Entstehung eigener Presseorgane. 

„Vor dem Rosa Winkel“ bildet den Abschluss der Rosa-Winkel-Trilogie.

Künstlerische Leitung: Marvin Wittiber

Die Historikerin Astrid Hirsch-von Borries von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf wird vorab eine Einführung in das Thema geben. Im Anschluss an die Szenische Lesung findet ein Nachgespräch mit den Schauspieler:innen statt. Die Moderation übernimmt Dr. Sascha Förster, Leiter des Theatermuseums Düsseldorf.

Eine Produktion von Düsseldrama in Kooperation mit dem Theatermuseum Düsseldorf, der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Queere Geschich­te(n) Düsseldorf e. V., dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und dem Queeren Netzwerk NRW e.V. In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Düsseldorf und der Lesben- und Schwulenbibliothek Düsseldorf. Gefördert durch das Kulturamt Düsseldorf.

Zugang nur bedingt barrierefrei.

Tickets an der Abendkasse: 10€ / 5€ (ermäßigt)
Reservierungen: oder 0211 89-96130
Weitere Information erhalten Sie auf der Homepage des Theatermuseums unter www.theater-museum.de

Theaterworkshop "Vor dem Rosa Winkel" – Queeres Leben in der Weimarer Republik: Im Zeitraum vom 31. Januar bis 7. Februar setzen sich die Teilnehmenden an insgesamt vier Workshoptagen gemeinsam mit Regisseur Marvin Wittiber und seinem Team künstlerisch mit den Lebenswirklichkeiten queerer Düsseldorfer:innen während der Weimarer Republik auseinander - im Spannungsfeld von Aufbruch und Verfolgung, Sichtbarkeit und Gefahr. Das Projekt findet an folgenden Tagen statt: Samstag und Sonntag, 31. Januar und 1. Februar, 10 bis 18 Uhr, sowie Freitag, 6. Februar, 18 bis 22 Uhr, und Samstag, 7. Februar, 10 bis 17.30 Uhr. Die Workshop-Ergebnisse werden in Abschlusspräsentationen am 7. Februar, 19.30 Uhr, und 8. Februar, 18 Uhr, im Theatermuseum vorgestellt.

Mehr Informationen auf dem Instagram Account von Düsseldrama unter https://www.instagram.com/duesseldrama

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„ICH WERDE ÜBERLEBEN, DENN ICH BIN EIN TESTAMENT“. BUCHVORSTELLUNG – BELA WINKENS: „BRIEF AN DIE MUTTER“. Sonntag, 8. Februar 2026, um 11 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof)

Bela Winkens wurde am 5. Februar 1941 als Bela Heymann in Berlin geboren. Ihre Großeltern und Eltern wurden 1942 bzw. 1943 in Konzentrationslager deportiert und ermordet. Sie war zuvor zu Verwandten ins Ruhrgebiet geschickt worden, wurde aber nach einer Denunziation nach Theresienstadt deportiert aber überlebte.

1946 wurde sie von einem Düsseldorfer Ehepaar adoptiert. Winkens schloss eine Schauspielausbildung ab und arbeitete danach als Schauspielerin. Erst 1996 war sie in der Lage, ihre Memoiren als fiktiven Brief an ihre ermordete Mutter niederzuschreiben.
Die Veranstaltung findet kurz nach Winkens‘ 85. Geburtstag statt. Die Schauspielerin Irina Scholz liest Textauszüge aus dem Buch.

Gabi Bauer und Peter Piro, die das Buch im Verbrecher Verlag Berlin herausgegeben haben, sprechen über ihre Recherchen zu Winkens‘ Lebensgeschichte und zur Entstehung des Buches.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.
Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

Eine Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf mit dem Heinrich Heine Salon e.V. und dem Heinrich-Heine-Institut.

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SONDERAUSSTELLUNG
„GEFÄHRDET LEBEN – QUEERE MENSCHEN 1933 BIS 1945“
Eine Ausstellung der Bundestiftung Magnus Hirschfeld ergänzt um “Queeres Leben in Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945“.

Die vielfältigen Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit von 1933 bis 1945 werden in der Ausstellung anhand von Dokumenten, Grafiken, Fotografien und Zitaten nachgezeichnet. Darunter ist auch bislang unveröffentlichtes Material. Die Ausstellung bietet sowohl einen breiten Überblick als auch tiefergehende Einblicke in die Biografien der Menschen.

Es wird deutlich, wie das Leben vieler queerer Menschen gebrochen und zerstört wurde. Erzählt wird unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse nicht nur die Verfolgungsgeschichte, sondern auch Wege der Selbstbehauptung in einer widrigen Lebensrealität bis in die Nachkriegszeit.

Die Wanderausstellung der Bundestiftung Magnus Hirschfeld wurde in Düsseldorf um die Schau „Queeres Leben in Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945“ erweitert.

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ÖFFENTLICHE FÜHRUNG
Dienstag, 17. Februar 2026, um 18:30 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

Kuratorin Astrid Hirsch-von Borries wird Sie an diesem Abend durch die Ausstellung begleiten.

Die Teilnahme ist kostenlos und der Zugang ist barrierefrei. Keine Anmeldung nötig.

Während der Laufzeit finden monatlich weitere kostenlose Führungen statt. Die Termine sind:

Dienstag, 31. März 2026, um 18:30 Uhr
Donnerstag, 23. April 2026, um 18:30 Uhr
Dienstag, 19. Mai 2026, um 18:30 Uhr
Dienstag, 16. Juni 2026, um 18:30 Uhr
Sonntag, 5. Juli 2026, um 14 Uhr

Zur Sonderausstellung gibt es ein ausführliches Begleitprogramm mit öffentlichen Führungen und Vorträgen. Das Heft liegt in der Gedenkstätte aus oder kann hier runtergeladen werden: https://gedenkstättedüsseldorf.de/wp-content/uploads/2025/10/Begleitprogramm-gefaehrdet-leben-1933-bis-1945.pdf

Ergänzend zu den öffentlichen Führungen können Führungen für Gruppen direkt unter oder 0211 – 8996205 gebucht werden.      

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„[…] WAS WIRD AUS UNS WERDEN.“ – QUEERE MENSCHEN IN DÜSSELDORF ZWISCHEN 1933 BIS 1945. EIN VORTRAG VON ASTRID HIRSCH-VON BORRIES
Dienstag, 24. Februar 2026, um 18:30 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

Wie war, es als queere Person im nationalsozialistischen Düsseldorf zu leben? Ein Großteil unseres Wissens basiert auf der Täterperspektive. Das hat sich in den letzten Jahren ein Stück weit gewandelt. Intensive Recherche von Historiker:innen hat gezeigt, dass es mehr zu erzählen gibt und Geschichten, trotz gesellschaftlicher Stigmatisierung, in Familien bewahrt wurden.

Astrid Hirsch-von Borries ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Mahn- und Gedenkstätte, ihre Forschungsschwerpunkte sind Frauengeschichte und queere Geschichte. Sie hat den Düsseldorfer Teil „Queeres Leben in Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945“ kuratiert und gibt in ihrem Vortrag einen tieferen Einblick in Lebensrealitäten der Personen, deren Biographien in der Ausstellung erzählt werden.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig. Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

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KINDERMUSEUMSNACHT 2026 – AB DURCH RAUM UND ZEIT
Freitag, 27. Februar 2026, 17 bis 22 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29

3, 2, 1… Landung auf Planet Mut! Hier erwarten euch: Vielfalt, Zusammenhalt und ganz viel Mut! In unserer Ausstellung über queeres Leben in der Nazi-Zeit lernt ihr Cilly und Rosa, die Freunde Horst, Werner und Paul und Toni kennen. Sie liebten, halfen einander und blieben sie selbst – auch als viele andere Menschen begannen sie auszuschließen. Wo findet ihr heute Vielfalt, Zusammenhalt und Mut? Lasst uns gemeinsam suchen!

  • Achtung Mutlandung! RALLYE durch die Ausstellung – während des gesamten Abends
  • Expedition Vielfalt: LESUNGEN mit der Freifrau von Kö – 18 Uhr und 19.30 Uhr
    •   Mission Zusammenhalt: Freundschaftsbändchen knüpfen – im Anschluss an die Lesungen

Die Teilnahme an den Veranstaltungen rund um die Kindermuseumsnacht ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig. Der Zutritt zu den Haupträumen der Gedenkstätte ist barrierefrei. Im Luftschutzkeller gilt eingeschränkte Barrierefreiheit

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„WIR SIND AUF LESBISCHER BASIS BEFREUNDET“. DAS LEBEN VON OTTO KOHLMANN UND SOPHIE GOTTHARDT. EIN VORTRAG VON DR. FRAUKE STEINHÄUSER
Donnerstag, 5. März, um 18:30 im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

Sophie Gotthardt arbeitete als Prostituierte und wurde 1934 in die Heil- und Pflegeanstalt Hadamar eingewiesen. Dort wurde sie zwangssterilisiert. Nach ihrer Entlassung setzte sie ihre Arbeit in Hamburg fort. Hier traf Sophie auf Johanna „Otto“ Kohlmann. Die beiden verliebten sich und lebten zusammen in einem Zimmer in der Hamburger Bordellstraße. Nach versäumter Meldepflicht beim Gesundheitsamt wurden beide in polizeiliche Vorbeugehaft genommen. Die Kripo überstellte beide 1940 in das KZ Ravensbrück.

Im Vortrag geht die Historikerin Dr. Frauke Steinhäuser ausführlich auf die von ihr erforschten Lebensgeschichten von Otto Kohlmann und Sophie Gotthardt ein. Zwei Fragen bilden dabei die Leitlinien: Wie versuchten sich beide gegen die eskalierenden staatlichen Kontroll-, Verfolgungs- und Gewaltmaßnahmen zu wehren? Welche Handlungsräume standen ihnen zur Verfügung und wie haben sie diese genutzt? Deutlich werden zwei sehr unterschiedliche Überlebensstrategien.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig. Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

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„WAS WUSSTEN DIE DÜSSELDORFER:INNEN?“ – EIN VORTRAG VON DR: BASTIAN FLEERMANN
Montag, 9. März, um 18:30 im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

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IM DIALOG: FORSCHUNGSPROJEKTE DER GEDENKSTÄTTE ÜBER SINTI:ZZE UND ROM:NJA IN DÜSSELDORF
Montag, 16. Dezember, um 18:30 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof)

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LEHRHAUS: 80 JAHRE LANDESVERBAND JÜDISCHER GEMEINDEN
VON NORDRHEIN. EIN VORTRAG VON DR. INNA GOUDZ
Donnerstag, 19. März , um 18:30 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof)

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NEUERSCHEINUNGEN PUBLIKATIONEN

BAND 12 DER „KLEINEN SCHRIFTENREIHE“ DER MAHN- UND GEDENKSTÄTTE DÜSSELDORF: »HABEN KEINE SINAGOGE« GESCHICHTE DER JUDEN IN KAISERSWERTH.

Ein kleiner, versteckt liegender Friedhof: Er ist das Einzige, was heute noch an das Leben der Juden in Düsseldorf-Kaiserswerth erinnert. Dieser Band spürt ihrer jahrhunderte­langen Geschichte nach. Im Blick zurück bewahrt er sie für die Gegenwart und die Zukunft.

Über Generationen hinweg lebten Jüdinnen und Juden in Kaiserswerth. Es waren Menschen, die in bescheidenen Verhältnissen als Kleinhändler, Viehhändler oder als Metzger ihren Lebensunterhalt bestritten – zunächst unter kurkölnischer, dann unter bergischer und schließlich unter preußischer Herrschaft. Das 1929 nach Düsseldorf eingemeindete Städtchen Kaiserswerth ist immer eine idyllische Heimat direkt am Rheinstrom gewesen. Dann löschten die ­Nationalsozialisten die jüdische Gemeinschaft fast vollständig aus. Die reich illustrierte Geschichte der Juden in Kaiserswerth soll eindrucksvoll sichtbar machen, was allzu lang vergessen war.

Herausgegeben vom Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e. V. und der Bezirksvertretung 5 der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Für 8 Euro bei uns in der Gedenkstätte erhältlich.

"SPURENSUCHE(N): DER STADTBEZIRK 8 IM NATIONAL-SOZIALISMUS"

Die Mahn- und Gedenkstätte gibt im Rahmen ihrer Publikationsreihe "Spurensuche(n)" nun eine weitere Ausgabe heraus: Einem Beschluss der Bezirksvertretung 8 folgend ist das Heft "Spurensuche(n). Die NS-Zeit im Stadtbezirk 8" realisiert worden. Die neue Publikation wird am Dienstag, 20. Januar 2026, 15.30 Uhr, im Rathaus Eller, Gertrudisplatz 8, von Bezirksbürgermeisterin Dagmar von Dahlen gemeinsam mit den beiden Autoren Dr. Bastian Fleermann und Hildegard Jakobs von der Mahn- und Gedenkstätte vorgestellt.

"Wir danken der Mahn- und Gedenkstätte für die Erarbeitung dieses Stadtrundgangs sehr. Es ist wichtig, dass wir mit einem solchen Heft Ortsgeschichte ganz konkret nachvollziehbar machen – besonders für Schülerinnen und Schüler. Gerne haben wir als Bezirksvertretung das Projekt mit auf den Weg gebracht und finanziert", so Dagmar von Dahlen.

Stadtrundgang mit 19 Stationen
Der heutige Stadtbezirk 8 mit seinen über 60.000 Einwohnerinnen und Einwohnern umfasst die Stadtteile Eller, Vennhausen, Lierenfeld und Unterbach. Das Heft mit Stadtrundgang mit insgesamt 19 Stationen erinnert an Verfolgte und Täter der Gewaltherrschaft, an besondere Orte und authentische Schauplätze der Geschichte, an Bauwerke und Machtzentralen, aber auch an Mitmenschlichkeit und stille Hilfen. Er macht Stadtgeschichte vor Ort und im Quartier anschaulich. Die einzelnen Stationen können zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht oder mit dem Öffentlichen Nahverkehr angefahren werden. Das 48-seitige Heft gibt hierzu Routen-Empfehlungen.

Station 4 erinnert beispielsweise an die jüdische Familie Brasch, die an der Gumbertstraße 167 das "Mode- und Manufakturwarengeschäft Gebrüder Bluhm" betrieb. Station 6 thematisiert die Denunziation des Pfarrers Richard Ludewig 1938. Die mutigen Düsseldorferinnen Lotte Wicke und Else Gores werden ebenso dargestellt wie die Zwangsarbeit in den vielen Betrieben der Gegend oder das kommunale Zwangslager für Sinti und Roma am Höherweg in Lierenfeld. Auch an Täter aus SA, NSDAP und Polizei wird erinnert.

"Uns ist es bei diesen Heften wichtig, eine möglichst breite Darstellung der Ereignisse zwischen 1933 und 1945 abzubilden", so Bastian Fleermann und Hildegard Jakobs. "Wir hoffen, dass vor allem junge Menschen aus den örtlichen Schulen sich auf den Weg machen, ihr Stadtquartier aus dieser Perspektive heraus neu kennenzulernen."

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VERANSTALUNGSTIPPS
[Die Veranstalter:innen sind für den Inhalt selbst verantwortlich.]

STOLPERSTEIN-SPAZIERGANG VON QUEERE GESCHICHTE(N) DÜSSELDORF E.V.

Am Montag, 26. Januar 2026, laden wir Euch zu einem Stolperstein-Spaziergang ein. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr am LSBTIQ+ Erinnerungsort Düsseldorf (Denkmal auf der Apollowiese, Mannesmannufer 1, 40213 Düsseldorf). 

Am Vorabend des Internationalen Holocaust-Gedenktags wollen wir gemeinsam mit Astrid Hirsch-von Borries (Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf) zwei Stolpersteine besuchen und pflegen und vor Ort der Opfer Bernhard Esch (Neusser Str. 37) und Joseph Völker (Merowinger Str. 31) gedenken.

Wir freuen uns über Interessierte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Redaktion des Newsletters

Astrid Hirsch-von Borries, Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf
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Dann schicken Sie eine E-Mail an: .
Besuchen Sie uns auch im Internet:
www.gedenkstaetteduesseldorf.de
oder: www.duesseldorf.de/mahn-und-gedenkstaette
sowie auf: 

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