„Ihr tragt keine Schuld     
für das was passiert ist,          
      aber ihr macht euch schuldig
wenn es euch nicht interessiert“  
Esther Bejarano

Walter Leib

Bagelstraße 109 Gartenstraße 109

Die Familie Leib wohnte in Düsseldorf in der Gartenstraße 109, der heutigen Bagelstraße 109.

Walter Leib wurde am 15. April 1912 in Düsseldorf als Sohn von Gustav und Frieda Leib, geborene Loeb, geboren. Walter hatte einen Zwillingsbruder, Edgar, und noch drei Schwestern und zwei weitere Brüder. Die Familie wohnte in Düsseldorf in der Gartenstraße 109, der heutigen Bagelstraße 109. Seine Eltern besaßen eine Schokoladengroßhandlung.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verließ die gesamte Familie Deutschland. Walter Leib flüchtete in die Niederlande und wohnte einige Zeit in Amsterdam. Im Mai 1942 wurde er im Durchgangslager Westerbork interniert und von dort am 16. Juli 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Sein Tod wurde dort am 30. September 1942 in den Totenbüchern vermerkt.
Sein Zwillingsbruder überlebte die Deportation und die Konzentrationslager Dachau und Mauthausen und wurde 1945 im Ötztal befreit.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

LESUNG & TALK MIT BURAK YILMAZ „EHRENSACHE. KÄMPFEN GEGEN JUDENHASS“
Donnerstag, 14. März 2024 um 18 Uhr im Rathaus, Plenarsaal

Burak Yilmaz lebt als selbstständiger Pädagoge und Autor in Duisburg. Sein Buch “Ehrensache: Kämpfen gegen Judenhass” erschien im September im Suhrkamp Verlag. Burak Yilmaz initiierte das Projekt “Junge Muslime in Auschwitz” und leitet die Theatergruppe “Die Blickwandler”, die nach einer gemeinsamen Fahrt nach Auschwitz das Stück “Benjamin und Muhammed” inszenierten.
Für sein vielfältiges Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus sowie für eine inklusive Erinnerungskultur bekam Yilmaz vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier persönlich das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Keine Anmeldung nötig. Eintritt frei.

Eine Kooperation der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf mit dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und dem Theatermuseum Düsseldorf im Rahmen der Wochen gegen Rassismus.