„Courage ist der wichtigste        
        aller Werte, denn ohne ihn
kannst Du auch alle anderen      
      nicht konsequent leben.“ Maya Angelou

Stolpersteine in
Düsseldorf finden

Regina Samuel, geborene Samuel

Friedhofstraße 1

Heron Samuel wurde am 29. Juni 1878 in Benrath geboren. Er heiratete Regina Samuel, die am 23. April 1889 in Metz in Lothringen zur Welt gekommen war. Ihr gemeinsames Kind Josef verstarb am 13. Juni 1915 im Alter von nur sechs Jahren. Das Ehepaar besaß das Kaufhaus „Hermann Samuel“ in Benrath an der Mittelstraße 28, Ecke Friedhofstraße 1 (heute Hauptstraße 20, Eckhaus). Sie verkauften unter anderem Herrenkonfektion und Manufakturwaren.

Heron Samuel kämpfte im Ersten Weltkrieg als Offizier und wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
Heron Samuel war im November 1930 Vorstands- und Gründungsmitglied des Rabatt-Sparvereins Düsseldorf-Benrath.
Bis 1941 wohnte das Paar im eigenen Haus in der Friedhofstraße 1, Ecke Hauptstraße 20. Kurz vor der Deportation erfolgte der (Zwangs-)Umzug in das Haus Königsallee 37.

Heron Samuel und seine kranke Frau Regina wurden am 10. November 1941 von Düsseldorf ins Ghetto Minsk deportiert. Sie haben nicht überlebt.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

AM ABEND – ÖFFENTLICHE FÜHRUNG DURCH DIE NEUE SONDERAUSSTELLUNG „MOLARI IM HEINEFELD“

In dieser Ausstellung wird der Frage nachgegangen, wer die dargestellten Menschen waren: Wen malte Pankok? Was wurde aus der dargestellten Person? Überlebte sie? Oder wurde sie zwischen 1933 und 1945 Opfer des Völkermords?
Also weder der bekannte Künstler, den die Sinti in ihrer Sprache liebevoll „Molari“ (Maler) nannten, noch seine Bilder stehen im Mittelpunkt; viel eher sind es die Biografien und familiären Zusammenhänge der Menschen, denen Pankok ein künstlerisches Denkmal gesetzt hat. Die Düsseldorfer Sinti der Dreißigerjahre waren keine anonyme Gruppe. Es waren Individuen.

Dienstag, 17. Januar um 17:30 Uhr

Keine Anmeldung nötig. Die Teilnahme ist kostenlos.