„Hope will never be silent“ Harvey Milk

Stolpersteine in
Düsseldorf finden

Herta Levy

Füsilierstraße 14

Herta Levy kam am 2. Februar 1913 in Düsseldorf zur Welt. Ihr Vater war der Metzger Albert Levy (geboren 1879). Ihre Mutter Jeanette Levy war eine geborene Wolff aus Köln. Herta hatte noch zwei leibliche Geschwister: Sophie (geboren 1907) und Rudi (geboren 1917).

Ihre Mutter Jeanette starb 1918, als Herta fünf Jahre alt war. Sein Vater Albert Levy heiratete ein Jahr später die katholische Maria Hanraths (geboren 1890). Mit ihr bekam er noch vier weitere Kinder: Die Zwillinge Ernst und Walter (geboren am 31. Mai 1920), Mathias (1922 – 1923) und Kurt (geboren am 17. August 1926).

Die neunköpfige Familie wohnte in der Füsilierstraße 14. Im Sinne der Nationalsozialisten galt Herta und ihre Geschwister Sophie und Rudi sowie der Vater als jüdisch. 1935 verlor ihr Vater Albert Levy deshalb seine Stelle als Metzger. Am 29. April desselben Jahres beging ihr 18-jähriger Bruder Rudi Suizid.
Hertha Levy arbeitete als Hausangestellte. Sie zog am 2. Juli 1941 wieder in ihr Elternhaus. Am 10. November 1941 wurde sie mit der zweiten Deportation aus dem damaligen Gestapobezirk Düsseldorf in das Ghetto von Minsk deportiert und ermordet. Auch ihre Schwester Sophie überlebte die NS-Zeit nicht.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

AM ABEND – ÖFFENTLICHE FÜHRUNG DURCH DIE NEUE SONDERAUSSTELLUNG „MOLARI IM HEINEFELD“

In dieser Ausstellung wird der Frage nachgegangen, wer die dargestellten Menschen waren: Wen malte Pankok? Was wurde aus der dargestellten Person? Überlebte sie? Oder wurde sie zwischen 1933 und 1945 Opfer des Völkermords?
Also weder der bekannte Künstler, den die Sinti in ihrer Sprache liebevoll „Molari“ (Maler) nannten, noch seine Bilder stehen im Mittelpunkt; viel eher sind es die Biografien und familiären Zusammenhänge der Menschen, denen Pankok ein künstlerisches Denkmal gesetzt hat. Die Düsseldorfer Sinti der Dreißigerjahre waren keine anonyme Gruppe. Es waren Individuen.

Dienstag, 17. Januar um 17:30 Uhr

Keine Anmeldung nötig. Die Teilnahme ist kostenlos.