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Liebe Leser:innen und Freund:innen der Gedenkstätte,

in den vorsommerlichen Monaten Mai und Juni bieten wir Ihnen wieder besondere und attraktive Angebote - innerhäusig wie auch draußen.

Auf drei Programmpunkte möchte ich Sie besonders hinweisen: Am 6. Mai spricht meine Kollegin Dr. Frederike Krenz in unserer Reihe „Im Dialog“ mit André Sole-Bergers von der Lebenshilfe in Viersen. Es geht um den Mord an dem Düsseldorfer Mädchen Anneliese (in der Familie liebevoll „Ally“ genannt), das mit dem Downsyndrom auf die Welt gekommen war und Opfer einer unmenschlichen und mörderischen Medizinalpolitik wurde. Klaudia Zepuntke von unserem Förderkreis wird uns an diesem Abend begrüßen.

Raus ins Freie geht es dann am 9. Mai: Die Geschichte und die Dauerbauten der Gesolei-Ausstellung von 1926 sind Gegenstand des neuen Stadtrundgangs. Meine Kolleginnen Astrid Hirsch-von Borries, Frederike Krenz und Hildegard Jakobs begleiten Sie. Allerdings ist der Rundgang in der Reihe „Das war hier!“ äußerst begehrt, eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich. Melden Sie sich gerne für die Warteliste.

Am 20. Mai laden wir zum Gedenken für die Düsseldorfer Sinti. In diesem Jahr verknüpfen wir den Blick zurück mit einem hochkarätigen Konzert. Wir freuen uns auf Feigeli Prisor und seine Band. Mit Gypsy-Jazz nehmen uns die vier Musiker mit auf eine Reise in die Welt der instrumentalen Sintimusik. Der Eintritt ist frei.

Schließlich möchte ich Sie abermals einladen zum Besuch unserer aktuellen Sonderausstellung „gefährdet leben“ über queere Menschen im Nationalsozialismus.

Bleiben Sie uns gewogen.

Herzlich,

Dr. Bastian Fleermann

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ÖFFNUNGSZEITEN AN DEN FEIERTAGEN

An Christi Himmelfahrt und Pfingstsonntag gelten unsere üblichen Öffnungszeiten. Pfingstmontag bleibt unser Haus geschlossen.

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SONDERAUSSTELLUNG
„GEFÄHRDET LEBEN – QUEERE MENSCHEN 1933 BIS 1945“
Eine Ausstellung der Bundestiftung Magnus Hirschfeld ergänzt um “Queeres Leben in Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945“.

Die vielfältigen Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit von 1933 bis 1945 werden in der Ausstellung anhand von Dokumenten, Grafiken, Fotografien und Zitaten nachgezeichnet. Darunter ist auch bislang unveröffentlichtes Material. Die Ausstellung bietet sowohl einen breiten Überblick als auch tiefergehende Einblicke in die Biografien der Menschen.

Es wird deutlich, wie das Leben vieler queerer Menschen gebrochen und zerstört wurde. Erzählt wird unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse nicht nur die Verfolgungsgeschichte, sondern auch Wege der Selbstbehauptung in einer widrigen Lebensrealität bis in die Nachkriegszeit.

Die Wanderausstellung der Bundestiftung Magnus Hirschfeld wurde in Düsseldorf um die Schau „Queeres Leben in Düsseldorf. Von den Goldenen Zwanzigern bis 1945“ erweitert.

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ÖFFENTLICHE FÜHRUNG
Dienstag, 19. Mai 2026 um 18:30 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

Kuratorin Astrid Hirsch-von Borries wird Sie an diesem Abend durch die Ausstellung begleiten.
Die Teilnahme ist kostenlos und der Zugang ist barrierefrei. Keine Anmeldung nötig.
Während der Laufzeit finden monatlich weitere kostenlose Führungen statt.

Die beiden letzten Termine sind:

Dienstag, 16. Juni 2026, um 18:30 Uhr

Sonntag, 5. Juli 2026, um 14 Uhr

Zur Sonderausstellung gibt es ein ausführliches Begleitprogramm mit öffentlichen Führungen und Vorträgen. Das Heft liegt in der Gedenkstätte aus oder kann hier runtergeladen werden: https://gedenkstättedüsseldorf.de/wp-content/uploads/2025/10/Begleitprogramm-gefaehrdet-leben-1933-bis-1945.pdf

Ergänzend zu den öffentlichen Führungen können Führungen für Gruppen direkt unter oder 0211 – 8996205 gebucht werden.  
Das Begleitprogramm wird unterstützt Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und Queere Geschichte(n) Düsseldorf e. V.


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GEDENKEN – STURM AUF DAS VOLKSHAUS AM 2. MAI 1933
Dienstag, 5. Mai 2026, um 17 Uhr. Beginn an der Flingerstraße 11. Im Anschluss gehen wir gemeinsam ins Beatrice-Straus-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte, Marktstraße 2 (Innenhof)

Im Mai 1933 gab es gezielte Angriffe des NS-Regimes gegen die Arbeiterbewegung: Hatte man am 1. Mai noch den neuen „Tag der Arbeit“ als Propagandainszenierung begangen, erstürmten am Morgen des Folgetages SA-Gruppen gewaltsam die Gewerkschaftshäuser und drangsalierten die dortigen Beschäftigten und Funktionäre. Das Volkshaus des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) an der Flingerstraße wurde durch die SA „besetzt“, der SPD-Reichstagsabgeordnete und Gewerkschaftsführer Hans Böckler in „Schutzhaft“ genommen.

Nach einer kurzen Kranzniederlegung am Volkshaus begehen wir im Anschluss eine Gedenkstunde im Beatrice-Strauss-Zentrum, die vom DGB Düsseldorf/Bergisch-Land, der Mahn- und Gedenkstätte, der AWO Düsseldorf und dem SPD-Unterbezirk Düsseldorf ausgerichtet wird. Jugendliche aus dem DGB stellen exemplarische Biografien von Düsseldorfer Gewerkschafter:innen vor, die zwischen 1933 und 1945 verfolgt wurden. Bürgermeister Josef Hinkel, DGB-Regionalgeschäftsführerin Sigrid Wolf, AWO-Geschäftsführerin Marion Warden und SPD-Vorsitzender Adis Selimi werden Grußworte sprechen. Im Zentrum steht eine Lesung der Gewerkschaftsjugend über Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen, die verfolgt wurden: Paul Gerlach (vorgestellt von Leon Koop, NGG) Lore Agnes (vorgestellt von Svetislav Vignjevic, Jusos), Karl Arnold und Arnold Dunder (vorgestellt von Fiete Stratmann, ver.di), Lotte Wicke (vorgestellt von Yasemin Barlas, IG Metall) und Hans Böckler (vorgestellt von Xavier Domain, DGB). Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet von Vladi Nadtochii (Saxophon).

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.
Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.
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IM DIALOG MIT ANDRÉ SOLE-BERGERS ÜBER DEN „SPENDENLAUF ALLY“
Mittwoch, 6. Mai 2026 um 18:30 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

André Sole-Bergers arbeitet seit über 20 Jahren bei der Lebenshilfe Viersen e.V. und setzt sich insbesondere für die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen ein. Vor fast zwei Jahren kam ihm die Idee, die Geschichte von Ally, einem vierjährigen Mädchen mit Trisomie 21, das im Nationalsozialismus ermordet wurde, zu verfilmen. Es war geplant, den Film mithilfe von Fördergeldern zu produzieren, doch das Projekt fiel durch alle Förderraster. Deshalb machte sich André Sole-Bergers persönlich AUF DEN WEG: Am 20. August 2025 startete sein Spendenlauf „Ally – Der Film“ von der Gedenkstätte Waldniel-Hostert in Schwalmtal und führte ihn und seine Mitstreiter:innen 650 km durch die Bundesrepublik bis zur Tiergartenstraße 4 in Berlin. Eine der ersten Etappen war das Rathaus Düsseldorf, wo er von der damaligen Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke, Vertreter:innen der Lebenshilfe Düsseldorf e.V. und Mitarbeiter:innen der Mahn- und Gedenkstätte in Empfang genommen wurde.

Im Dialog sprechen André Sole-Bergers und Frederike Krenz über den Spendenlauf bzw. die Bewegung und das Filmprojekt.
Klaudia Zepuntke, stellvertretende Vorsitzende des Förderkreises der Mahn- und Gedenkstätte e.V. wird an diesem Abend Ihre Erinnerungen teilen und ein Grußwort halten.

Diese Ausgabe unserer Reihe „Im Dialog“ ist eine gemeinsame Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und der Lebenshilfe Düsseldorf e.V.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig.
Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

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MUTIGE DÜSSELDORFERIN – EINWEIHUNG DER ELSE-GORES-STRASSE IN DER WEISSEN SIEDLUNG
Freitag, 8. Mai 2026, um 15 Uhr an der Else-Gores-Straße in der Weißen Siedlung, Düsseldorf-Golzheim

Im August 2025 wurde die Franz-Jürgens-Straße in Else-Gores-Straße umbenannt. Im Rahmen einer tiefgreifenden Aufarbeitung der "Aktion Rheinland" durch die Mahn- und Gedenkstätte wurde festgestellt, dass Franz Jürgens der nationalsozialistischen Ideologie nahestand und mitverantwortlich für die Deportationen der Darmstädter Jüd:innen war. Die aktive Beteiligung von Franz Jürgens am NS-Staat wiegt so schwer, dass eine Ehrung nicht mehr möglich ist.
Die neue Namensgeberin und mutige Düsseldorferin Else Gores, versteckte zum Schutz vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten ihren Jugendfreund Franz Krahn. Nach einer Denunziation wurden Franz und Else von Angehörigen der Heeresstreife Kaiser am 11. April 1945 abgeholt und ermordet.

Am 8. Mai ab 15 Uhr laden wir Sie herzlich ein, mit uns gemeinsam die Else-Gores-Straße noch einmal öffentlich einzuweihen. Vor Ort wird es Wortbeiträge von Bezirks-bürgermeisterin Annette Klinke, Historikerin Astrid Hirsch-von Borries sowie der Gleichstellungsbeauftragten Elisabeth Wilfart geben. Künstlerisch begleitet wird der Nachmittag durch die Schauspielerin und Juniorprofessorin Hanna Werth und die Musiker Johannes Joost und Marko Kassl.

Die öffentliche Einweihungsfeier ist eine gemeinsame Veranstaltung der Bezirksvertretung1 mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, kom!ma e.V und dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung unterstützt durch die Robert Schumann Hochschule.

Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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GEDENKEN AN DIE EHEMALIGEN ZWANGSARBEITER:INNEN IM LAGER "OTTO"
Freitag, 8. Mai 2026, um 17 Uhr im zakk, Fichtenstraße 40

Während des Nationalsozialismus waren mehr als 1100 Zwangsarbeiter:innen im Lager "Otto" auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Klöckner-Werke interniert, auf dem sich heute das soziokulturelle Zentrum zakk befindet.

Wir gedenken den Zwangsarbeiter:innen, in dem wir Namen und ausgewählte Kurzbiographien verlesen. Anschließend werden in der zakk-Kneipe Hintergründe zu
Zwangsarbeit in Düsseldorf und speziell in den Klöckner-Werken beleuchtet und ein Projekt vorgestellt, an dem sich Interessierte aktiv beteiligen können: Wir möchten das Gedenken noch erweitern und vertiefen und mehr zu den persönlichen Geschichten der Zwangsarbeiter:innen und ihrem Verfolgungsweg zu Tage fördern.

Eine Kooperationsveranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte mit dem zakk, Flinger Pfad e.V. und dem Erinnerungsort Alter Schlachthof.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig. Der Zutritt zum zakk ist barrierefrei. 

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DAS WAR HIER! – GESOLEI: „DIE GROSSE AUSSTELLUNG DÜSSELDORF 1926 FÜR GESUNDHEITSPFLEGE, SOZIALE FÜRSORGE UND LEIBESÜBUNGEN“
Samstag, 9. Mai 2026, um 14 Uhr. Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben.

Vor 100 Jahren fand vom 8. Mai bis zum 15. Oktober 1926 in Düsseldorf die Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen (GeSoLei) statt. Sie war die größte Messe während der Weimarer Republik und wurde von ca. 7,5 Millionen Menschen besucht. Die Messe gliederte sich in die Bereiche Gesundheit, Alltagshygiene, Sport, Arbeitsverhältnisse und Vererbungslehre. Die jüdische Ärztin Marta Frankel war als wissenschaftliche Geschäftsführerin tätig. Der jüdische Pädiater Arthur Schloßmann war für den Bereich Gesundheit und Sozialhygiene verantwortlich.

Für die Messe wurden mehrere Pavillons, aber auch dauerhafte Bauten errichtet, die auch heute noch genutzt werden, so z.B. der Ehrenhof, die Tonhalle und die Rheinterrassen. Die Gebäude wurden auch während des Nationalsozialismus genutzt und gewannen an Bedeutung.

Begleiten Sie Frederike Krenz, Astrid Hirsch-von Borries und Hildegard Jakobs (stellvertretende Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf) auf ihrem Stadtspaziergang über Teile des ehemaligen Messegeländes der GeSoLei.

Die Teilnahme am Rundgang ist kostenlos und der Zugang begrenzt barrierefrei.

Wir bitten um telefonische Anmeldung unter 0211 – 89 96205 oder via Mail an .

Zu unserem Außenprogramm erscheint an Ostern ein eigener Flyer auf der Homepage. Im Laufe der Osterferien ist er dann auch analog in der Gedenkstätte verfügbar.

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DEM ZOO AUF DER SPUR! FAMILIENFÜHRUNG DURCH DEN ZOOPARK
Sonntag, 10. Mai um 14 Uhr und Sonntag, 5. Juli um 14 Uhr. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Warum trägt das Zooviertel diesen Namen, wenn doch weit und breit kein einziges Tiergehege zu sehen und nicht das leiseste Gebrüll zu hören ist? Wir sind dem Zoo auf die Spur! Wir finden heraus, wo genau der Zoologische Garten Düsseldorfs früher lag. Wir suchen Hinweise vor Ort und hören die Stimmen der Zeitzeug:innen – frühere Düsseldorfer Kinder – die vom Leben in ihrer Heimatstadt und ihren Erlebnissen im Zoo erzählen.
Begebt euch gemeinsam mit Anna Schlieck von der Mahn- und Gedenkstätte auf die Spur!

Die Angebote sind stark nachgefragt also auch jetzt schon für Juli anmelden.

Der Zugang ist bedingt barrierefrei und die Teilnahme kostenlos. Eine gemeinsame Veranstaltung des Aquazoo Düsseldorf und der Mahn- und Gedenkstätte.
Ein Angebot für Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren.

Eine Anmeldung ist erforderlich über die Seite des Aquazoo unter folgendem Button:
Anmeldung Auf der Spur!
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GEDENKEN AN DIE DEPORTATION DER DÜSSELDORFER SINTI:ZZE VOR 86 JAHREN
Mittwoch, 20. Mai 2026 um 18 Uhr an der Ehra im Alten Hafen, ab 18:15 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte, Marktstraße 2 (Innenhof)

Erinnert wird an die erste Deportation der Düsseldorfer Sinti:zze, die vor 86 Jahren – am 16. Mai 1940 – stattfand und rund 130 Düsseldorfer Frauen, Kinder und Männer betraf, die in polnische Ghettos verschleppt wurden.

Nach einer kurzen Kranzniederlegung mit Schweigeminute am Mahnmal „Ehra“ am alten Innenhafen (18:00 Uhr) wird die Gedenkstunde im nahe gelegenen Beatrice-Strauss-Zentrum (Marktstraße 2, Innenhof) fortgesetzt (18:15 Uhr).

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Wilhelm Mettbach, der Vorsitzende der Düsseldorfer Sinti-Union, werden Worte des Gedenkens sprechen.

Im Anschluss findet ein Gedenkkonzert mit traditionellem Sinti-Swing statt. Zu Gast ist die bekannte Prisor-Jazzband. Rund um den begnadeten Musiker und Bandleader Feigeli Prisor (Sologitarre) spielen Wattie Rosenberg (Geige), Fremdo Rosenberg (Kontrabass) und Sendelo Schäfer (Rhythmus-Gitarre) traditionellen Gypsy-Jazz. Feigeli Prisor wurde 1964 in den Niederlanden geboren. Schon früh lernte er das Gitarrenspiel. Zu seinen Mentoren gehörte Wasso Grünholz. Zusammen mit seiner Band präsentierte er die Alben Old Memories (2008) und Gypsy’s Heart (2009). Feigeli Prisor lebt in Noord-Brabant.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte und der Sinti-Union Düsseldorf. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig. Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.
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DIE DÜSSELDORFERIN CÄCILIE HELTEN UND DIE BEZIEHUNG ZU ROSA JOCHMANN: ZWISCHEN ZUSCHREIBUNG, SELBSTBEZEICHNUNG UND UNSICHTBARMACHUNG.
EIN VORTRAG VON DR. VERONIKA DUMA
Donnerstag, 28. Mai, um 18:30 im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Liebe zwischen der deutschen Kommunistin und gebürtigen Düsseldorferin Cäcilie Helten, genannt Cilly, und der österreichischen Sozialdemokratin Rosa Jochmann. Sie lernten sich im KZ Ravensbrück kennen. Nach der Befreiung bestand die im Lager entstandene, enge Bindung zwischen den beiden Frauen fort. Von 1962 bis zum Tod Heltens 1974 verbrachten die Frauen ihr Leben gemeinsam in Wien.

Der Vortrag der Historikerin Dr. Veronika Duma (Goethe-Universität Frankfurt und Fritz-Bauer-Institut) blickt auf die Lebensgemeinschaft der Frauen im politischen Milieu der Arbeiter:innenbewegung, die sich ihren Platz in einer Zeit suchten, in der die heteronormative Kleinfamilie das gesellschaftliche Idealbild darstellte und der Kalte Krieg die Beziehung zwischen einer Sozialistin und einer Kommunistin vor Herausforderungen stellte.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig. Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

Das Begleitprogramm wird unterstützt Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und Queere Geschichte(n) Düsseldorf e. V.

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12-5

GUSTAF GRÜNDGENS.
EIN VORTRAG VON DR. FREDERIKE KRENZ
Donnerstag, 11. Juni, um 18:30 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

Der Düsseldorfer Gustaf Gründgens zählte zu den erfolgreichsten Theater-Schauspielern seit der Weimarer Republik. Von 1934 bis 1944 war er Intendant des Berliner Schauspielhauses und glänzte hier als Schauspieler und Regisseur. Gründgens‘ Homosexualität, die er in der Weimarer Republik offen auslebte, war auch den Nationalsozialisten bekannt.

Der Vortrag befasst sich mit der Karriere und dem Wirken Gründgens‘ mit Blick auf die sich immer weiter radikalisierende Verfolgung Homosexueller während des Nationalsozialismus und geht dabei u.a. den Fragen nach, welche Auswirkungen sich für Gustaf Gründgens zeigten und welche Rolle Hermann Göring dabei einnahm.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig. Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

Das Begleitprogramm wird unterstützt Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und Queere Geschichte(n) Düsseldorf e. V.

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DAS WAR HIER! – „IM NAMEN DES VOLKES…“ – DÜSSELDORFER TÄTER UND TÄTERBEHÖRDEN IM NATIONALSOZIALISMUS
Samstag, 20. Juni 2026, um 14 Uhr. Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben.

„Im Namen des Volkes…“ ist eine feste Formulierung des deutschen Prozessrechtes. Sie drückt aus, dass der Ursprung aller Macht vom Volk ausgeht und die Gesetzgebung demokratisch legitimiert ist.
Während des nationalsozialistischen Regimes ergingen Urteile auch „im Namen des Volkes“. Doch das Gesetz wurde mehr und mehr Unrecht. Politische Gegner:innen wurden als angebliche „politische Kriminelle“, Wohnungslose und Prostituierte als „asoziale Elemente“ juristisch belangt, Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung als vermeintlich „erbkrank“ herabgewürdigt und ihrer körperlichen Integrität per Beschluss des „Erbgesundheitsgerichts“ brutal beraubt, Homosexuelle nach dem Paragrafen 175 verfolgt.

Urteile und Strafmaß folgten den nationalsozialistischen Gesetzen, Richter, Anwälte und Staatsanwälte nutzten ihre Handlungs- und Ermessensspielräume im Sinne der NS-Ideologie. Hinzu trat die Ausgrenzung aus den juristischen Berufen all derjenigen, die für die Nationalsozialisten nicht zur sogenannten „Volksgemeinschaft“ gehörten.

Gemeinsam mit den Kolleginnen Christiane Pflug-Schimmel und Stella Hoppmann von der Bezirksregierung, blicken Frederike Krenz und Astrid Hirsch-von Borries auf die Täterbiografien und besuchen die Täterorte. Abschluss des Stadtspaziergangs bildet ein Impuls im Oberlandesgericht Düsseldorf an der Cecilienallee.

Die Teilnahme an dem Spaziergang ist kostenlos und der Zugang begrenzt barrierefrei.

Wir bitten um telefonische Anmeldung unter 0211 – 89 96205 oder via Mail an

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14-6

DÜSSELDORFER GEDENKTAG FÜR DIE QUEEREN OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS. KRANZNIEDERLEGUNG.
Sonntag, 28. Juni, um 16 Uhr am Erinnerungsort „Ein seltsam klassisches Denkmal“ auf der Apollo-Wiese.

Ab 1933 wurden queere Menschen von den Nationalsozialisten verfolgt. Ein offenes Leben war nicht mehr möglich – sämtliche Treffpunkte geschlossen, Zeitschriften verboten. Gerade in Düsseldorf war der Terror besonders groß. Die Zahl der Verhafteten wegen „homosexueller Handlungen“ waren die höchsten in Westdeutschland.
Am 28. Juni gedenken wir allen ermordeten und queeren Opfern aus Düsseldorf.

Vertreter:innen des FORUMS werden gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Kränze am Denkmal auf der Apollo-Wiese niederlegen.

Im Anschluss an Kranzniederlegung lädt die Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf-Mitte ganz herzlich zur abend:kirche ein. An diesem Abend unterhalten sich Pfarrerin Antje Brunotte und Historikerin Astrid Hirsch-von Borries über >> verstecken <<.

Hintergrund zur abend:kirche: Einmal im Monat feiern wir in der Neanderkirche abend:kirche. 60 Minuten mit Musik, Dialog, Gemeinschaft und Abendmahl. Ein Gottesdienst mit Zeit zum Innehalten und zur Begegnung, jedes Mal mit einem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven.

Beginn ist um 18 Uhr. Mehr Informationen unter https://www.evdus.de

Das Begleitprogramm wird unterstützt Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und Queere Geschichte(n) Düsseldorf e. V.

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15-3

VERFOLGUNG QUEERER MENSCHEN: SCHWIERIGES UND UNERLÄSSLICHES ERINNERN.
EIN VORTRAG VON DR. BENNO GAMMERL.
Montag, 29. Juni, um 18:30 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

Der Gräuel zu gedenken, unter denen gleichgeschlechtlich begehrende und gender-nonkonforme Personen im nationalsozialistischen Deutschland leiden mussten, fällt nicht leicht. Die Täter:innen waren brutal. Vieles lässt sich kaum mehr rekonstruieren. Und doch zeigt die Forschung, wie vielschichtig queeres Leben war, selbst in dunkelsten Zeiten. Sich an das Leid und die Überlebenskämpfe queerer Menschen zu erinnern, ist heutzutage wichtiger denn je.

Vielfalt und Differenz stehen im Zentrum von Benno Gammerls Forschung. Bevor er die Professur für Geschlechter- und Sexualitätengeschichte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz übernahm, baute er bei Goldsmiths, University of London, das Centre for Queer History mit auf. Davor arbeitete er am Forschungsbereich Geschichte der Gefühle am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und an der Freien Universität Berlin. Benno Gammerl ist unter anderem Verfasser des Buches „Queer: Eine deutsche Geschichte vom Kaiserreich bis heute“. Ein Standardwerk zur queeren Geschichte Deutschlands von 1871 bis heute.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig. Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

Das Begleitprogramm wird unterstützt Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und Queere Geschichte(n) Düsseldorf e. V.

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VERANSTALTUNGSTIPPS
[Die Veranstalter:innen sind für die Inhalte verantwortlich]

PRIDE WEEKS 2026

Zahlreiche Organisationen und Gruppen laden in diesem Jahr wieder zu unterschiedlichen Veranstaltungen rund um den Düsseldorfer CSD ein. Die PRIDE WEEKS 2026 beginnen mit einem queeren Theaterfestival und enden mit dem Gedenktag für die queeren NS-Opfer.

Rund um den diesjährigen Düsseldorfer Christopher-Street-Day lädt das LSBTIQ+ Forum Düsseldorf (Arbeitsgemeinschaft der queeren Gruppen und Organisationen in der Landeshauptstadt) vom 14. Mai bis zum 29. Juni zu den PRIDE WEEKS 2026 ein. Die Vielzahl an Veranstaltungen ist beeindruckend und spiegelt die Vielfalt der im Forum beteiligten Vereine und Gruppen wieder.

4. – 7. Juni Christopher-Street-Day

CSD-Straßenfest mit Infoständen und Bühnenprogramm

Ort: Johannes-Rau-Platz | Eingeschränkt barrierefrei

CSD Düsseldorf e.V.

5. Juni | 18:00 Uhr Ökumenischer CSD-Gottesdienst

Ort: St. Josephkapelle, Emilie-Schneider-Platz 1 (gegenüber St. Lambertus, Altstadt)

Vorbereitet wird der Gottesdienst zusammen mit dem Jugendzentrum PULS*, evangelischen und katholischen Jugendverbänden, den Altstadt-Gemeinden, den Dominikanern und engagierten Personen

6.Juni | 13:00 UhrCSD-Demonstration „Wie bleiben bunt und laut!“

Ort: Innenstadt

CSD Düsseldorf e.V.

7. Juni | 12:00 UhrQueeres Familienpicknick

Ort: Apollowiese

AWO-Fachstelle Regenbogenfamilien

Mehr Informationen finden Sie unter https://www.duesseldorf-queer.de/prideweeks2026/

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Astrid Hirsch-von Borries, Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf
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